Station gesperrt

U6-Tscherttegasse: So entkommt man der Baustellen-Falle

Der umfassenden Ausbau der U6-Station Tscherttegasse geht in die nächste Phase. Was für mehr Komfort sorgen soll, bringt ab Montag Einschränkungen für die Fahrgäste.

30 Jahre hat die U6-Station Tscherttegasse auf dem Buckel - jetzt wird sie kernsaniert. Mitte April haben die Bauarbeiten begonnen, sie sollen bis Sommer 2026 andauern. "Ein weiterer Aufzug, ein neuer Zugang und eine Brücke verkürzen die Wege der Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen“, erklärt Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien.

Der Umbau läuft in Etappen. Den Anfang macht der Bahnsteig Richtung Floridsdorf: Er wird verbreitert, erhält ein durchgehendes Dach und einen neuen Lift. Im Herbst rückt die andere Seite ins Visier der Bauarbeiter. Highlight: Ein direkter, ebenerdiger Zugang zum Miep-Gies-Park. So wird auch das angrenzende Siedlungsgebiet Kabelwerk besser angebunden. 2026 folgt dann der Umbau des Bahnsteigs Richtung Siebenhirten – inklusive neuer Überdachung und verbindender Brücke zwischen beiden Seiten. Investitionsvolumen: rund 10 Millionen Euro.

Einschränkungen auf der U6

Doch der Weg zum Komfort wird steinig. Denn während des Umbaus hält die U6 ab 12. Mai nicht wie gewohnt an der Tscherttegasse. 

  • Aus Floridsdorf zur Tscherttegasse : Die U6 hält hier nur in Richtung Siebenhirten. Der Bahnsteig Richtung Floridsdorf wird ohne Halt durchfahren. Wer aus dem Süden kommt, kann in Meidling in einen Zug Richtung Siebenhirten umsteigen, um die Station Tscherttegasse zu erreichen
  • Von der Tscherttegasse nach Floridsdorf: Fahrgäste können eine Station bis Am Schöpfwerk fahren und dort in einen Zug Richtung Floridsdorf umsteigen. 

Bessere Barrierefreiheit und mehr Komfort gibt es künftig bei der U6-Station Tscherttegasse. 

Bessere Barrierefreiheit und mehr Komfort gibt es künftig bei der U6-Station Tscherttegasse. 

© Wiener Linien/ZOOMVP

Und das ist nur die erste Phase. Ab Februar 2026 folgt die Sperre des anderen Bahnsteigs - diesmal in Richtung Siebenhirten. Wieder heißt es: Umsteigen, umkehren, Umwege fahren. Ein Fahrplan-Puzzle, das Pendler vor echte Geduldsproben stellt. Die Wiener Linien raten, mehr Zeit einzuplanen und die Routen mit der WienMobil-App zu prüfen.

Auch andere Streckenabschnitte der U6 stehen vor Bauarbeiten. In den Herbstferien etwa wird die Linie zwischen Spittelau und Jägerstraße zwangsweise geteilt. Die Linie 33 fährt in dieser Zeit nur eingeschränkt.

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