Gericht Hammer Richter Urteil

Trio zerstört Leben einer jungen Frau

Vergewaltigung fast tödlich: 41 Jahre Haft

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Zusammen 41 Jahre Haft für drei Täter für eine extrem abscheuliche Vergewaltigung. 

Schon die Details in der Anklageschrift waren kaum erträglich. So grausam war, was ein 34-jähriger Arbeitsloser und seine Freunde, ein 39 Jahre alter Maler und ein 24 Jahre alter Fußballprofi, einer Kindergartenpädagogin angetan haben sollen.

Durch Notoperation gerettet 

Dem Trio wurde vorgeworfen, das durch Drogen beeinträchtigte Opfer fast zu Tode vergewaltigt zu haben. Nur durch eine Notoperation wurde die 29-Jährige gerettet, die mit einem Schraubenzieher im Intimbereich verletzt worden war.

Albtraum

Was dies für das Vergewaltigungsopfer bedeutet, erläuterte Gerichtspsychiater Peter Hofmann: „Ich gehe davon aus, dass das ein Dauerzustand sein wird. Die Frage ist, ob in den nächsten Jahren und Jahrzehnten halbwegs eine Lebensqualität möglich ist.“

Verteidigerin sprach von ›einvernehmlicher Party‹

Die Mutter der 29-Jäh­rigen schilderte: „In den ersten Wochen habe ich Angst gehabt, sie alleine zu lassen, weil ich befürchtete, dass sie sich was antut.“ Besonders erschüttert habe ihre Tochter, dass sie von den ­Angeklagten in die ­Dusche gebracht wurde, um sich das Blut abzuwaschen, „und dann ist man noch einmal über sie her­gefallen“. Täter und Opfer hatten sich in einem Club kennengelernt, waren anschließend gemeinsam in eine Wohnung gefahren, um zu feiern. Die Anklage war von Ver­gewaltigung auf versuchten Mord erweitert worden. Die Angeklagten bestritten eine Tötungsabsicht, Verteidigerin Astrid Wagner sah eine „einvernehmliche Party“.

Zusammen 41 Jahre Haft

Am Ende gab es drastische Strafen für das Trio: Der 34-jährige Hauptangeklagte fasste wegen versuchten Mordes und sexuellen Missbrauchs 20 Jahre Haft aus. Der Maler und der Fußballprofi erhielten 14 bzw. sieben Jahre Haft, wobei der ältere Maler auch wegen Mordversuchs in Form unterlassener Hilfeleistung schuldig erkannt wurde. Der Fußballprofi wurde demgegenüber ausschließlich wegen Missbrauchs verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung. 

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