Überall auf der Welt stehen sie: Bunte, klobige Bänke, deren Anblick bekannt vorkommt. Die sogenannten Enzis stammen aus dem Wiener Meuseumsquartier und sind nicht nur ein Aushängeschild für das Kunstareal, sondern eine offizielle Markenbotschaft für Wien und Teil von Großveranstaltungen.
Zuvor noch Enzo genannt, ist der Enzi die zweite Version des hohlen Möbels - diesmal mit geschlossenen Seiten. Mit einem stolzen Stückpreis von 2.250 Euro, einem Gewicht von 100 kg und aus Polyethylen steht die Bank an vielen verschiedenen Standorten rund um den Globus: Seoul in Südkorea, Durrës in Albanien und Warschau in Polen als Beispiele. Auch an heimischen Orten, wo man nicht damit rechnen würde, wie auf der Bergstation des Skigebietes Radstadt-Altenmarkt in Salzburg, kann man die privat erwerbbaren Möbeln antreffen.
Repräsentation für Wien
Zuerst nur angedacht als Hofmöbel, entwickelten sich Enzis, entworfen vom Architektenteam PPAG, weit über den anfänglichen Gedanken hinaus. Mittlerweile haben sich die Museumsquatier Möbel zu einem echten Trademark entwickelt und werden von "WienTourismus" sowie der "Österreich Werbung" als Markenbotschafter für Wien eingesetzt. Gleichzeitig werden die Möbel auch für künstlerische Projekte genutzt: im Rahmen des Eurovision Song Contest (ESC) wurden 40 Stück der international bekannten Museumsquartier Hofmöbel von 40 österreichischen Künstler gestaltet. Den Künstlern wurde per Los ein Land zugeteilt, mit dem sie sich thematisch bei der Gestaltung der Möbel auseinandersetzten. Kuratiert wurde die Gemeinschaftsaktion des ORF und des Museumsquartiers von Leopold Museum, Kunsthalle Wien und mumok, die für die Auswahl der Künstler:innen verantwortlich zeichneten. Die Aktion wurde zudem von der Österreich Werbung und ÖBB Rail Tours unterstützt.
Auszeichnungen aus Österreich und Deutschland
Bereits 2005 erhielt die Hofmöblierung des Meuseumsquartiers den Adolf Loos Staatspreis für Design in der erstmals vergebenen Kategorie "Räumliche Gestaltung". 2007 waren die Museumsquartier Sitzgelegenheiten erstmals für den Design-Staatspreis der Bundesrepublik Deutschland nominiert.
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Zudem können die Bürger Wiens selbst auch am Design mitentscheiden: Bei einem jährlichen Voting entscheiden sich die Bewohner der Stadt für eine Farbe - dieses Jahr anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Museumsquartriers sogar für zwei. Mit einer Beteiligung von 20.000 Personen hat man sich auf "Punschkrapferlrosa" und "Sodazitrongelb" geeinigt. Die neuen Farben werden Ende März ins MQ einziehen.