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Wiener Schnitzel kostet bald 23 Euro

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Hohe Energiepreise, teure Nahrungsmittel, sparsame Gäste. Wirte im Dilemma.

Wien. 70 Prozent aller Lokalbesitzer in Österreich bemerken eine „Spar-Tendenz“ bei Gästen: „Die Leute kommen zwar, aber sie geben weniger aus“, sagt Branchenobmann Mario Pulker. Dazu schockt ein heftiger Preisanstieg die Gastronomie. Im Wiener Traditionshaus Figlmüller kostet ein Kalbsschnitzel inzwischen 22.90Euro, das Schweinerne 17.90. Hans Figlmüller sagt zu ÖSTERREICH: „Derzeit sind die Einkaufspreise bei Lebensmittel wie dem Sonnenblumenöl ist ums Dreifache höher als normal. Kalb- und Schweinefleisch gingen zwischen 30 und 40 Prozent nach oben, auch die Energie hat sich verdoppelt“. Das führt zur Teuerung: „Wir können nicht alle Kosten an die Kunden weitergeben, aber wir müssen jetzt anpassen.“

Bastei-Wirt : »Alle Preise schießen nach oben«

Wirte-Frust. Schwer zu schaffen machen den Betrieben die explodierenden Energiekosten. Ein Lokal, das mit Öl heizt, hatte früher 8.000 Euro Kosten. Jetzt 28.000. Bei Strom statt 13.000 nun 27.000 Euro.

Erwin Scheiflinger, Chef im Bastei-Beisl, ist wütend: „Wenn in Wien die Energiepreise um 92 Prozent teurer werden, dann schlägt sich natürlich zu Buche“. Bei ihm laufen Tag und Nacht sechs Kühlhäuser, die fressen viel Strom, auch kostet die typische Wiener Küche mit viel Frittiertem deutlich mehr: „Für Speiseöl verlangen sie ein Vermögen, für Fleisch ebenso, das Bier wird um 10 Prozent teurer.“ Bald wird ein Großes 5 Euro kosten.

35 Prozent der Betriebe haben bereits Gerichte von der Speisekarte genommen. Erwin Scheiflinger: „Bald wird’s in Wien kein Kalbsschnitzel mehr geben, weil das Fleisch einfach ein kleines Vermögen kostet.“

Zur Gänze könne er die Preissteigerungen nicht nachvollziehen, so Scheiflinger, er argumentiert: „Normalerweise wird nur ein Artikel teurer, jetzt schießen aber alle Preise nach oben. Das ist unser Hauptproblem.“

(wek)

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