Die Polizei in Österreich setzt bei Elektroautos vorerst auf Zurückhaltung. Aktuell werden die Fahrzeuge lediglich für Botendienste außerhalb des harten Einsatzgeschehens als sinnvoll erachtet.
Der Einsatz von Elektrofahrzeugen im polizeilichen Alltag wird derzeit differenziert bewertet. Laut aktuellen Einschätzungen wird lediglich die Nutzung als Botenfahrzeuge außerhalb des direkten Einsatzgeschehens positiv beurteilt.
"Die bisherigen vorläufigen Testergebnisse zeigen, dass E-Fahrzeuge für den operativen Polizeieinsatz nur eingeschränkt geeignet sind", heißt es aus dem Innenministerium. Das E-Auto-Projekt wurde 2024 gestartet, die Modelle VW ID.3 und ID.4 sowie ein Porsche Taycan wurden getestet.
Zu langsam für Raser
Gründe für die Untauglichkeit: Zu wenig Platz für Ausrüstung, fehlende Lade-Kapazitäten und damit Reichweiten-Probleme und vor allem Speed: Denn die VWs können nicht schneller als 160 km/h fahren, kommen Autobahn-Rasern nicht hinterher.
Trotz der aktuellen Einschränkungen bleibt das Thema E-Mobilität auf der Agenda. In den kommenden Jahren soll eine laufende Marktbeobachtung erfolgen. Grund dafür ist, dass im Bereich alternativer Antriebsformen weiterhin mit raschen technischen Weiterentwicklungen zu rechnen ist, die das Anforderungsprofil der Polizei künftig besser erfüllen könnten.