Kampf gegen Teuerung

Krisengewinne von Energiekonzernen werden weiter abgeschöpft

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Die Krisen brachten den Energie-Konzernen Milliarden an Zusatz-Einnahmen - Zufalls-Einnahmen. Die Regierung "schöpft" einen Teil weiter ab.

Die Bundesregierung will die Abschöpfung von Krisengewinnen bei Energiekonzernen verlängern. Ein entsprechender Beschluss soll kommende Woche im Ministerrat fallen. Zwar habe sich die Preissituation auf den internationalen Märkten entspannt, dennoch sei es das Ziel, dass Firmen im Energiebereich einen fairen Beitrag leisten, hieß es heute aus dem Bundeskanzleramt.

"Reduzieren Kosten für Bürger"

"Damit leisten wir auch einen Beitrag im Kampf gegen die immer noch zu hohe Inflation, reduzieren die Energiekosten für die Bürgerinnen und Bürger und stärken die Kaufkraft", betonte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP). Und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) ergänzte: "In Kombination mit dem Aussetzen der Energieabgaben und der Verlängerung der Strompreisbremse gibt es hier ein weiteres Paket für mehr Fairness, zur Entlastung der Bevölkerung, Steigerung der Kaufkraft und zur Bekämpfung der nach wie vor zu hohen Inflation."

Finanzminister Magnus Brunner erklärte, dass es seit Ende 2022 gelungen sei, "die Inflation im Land zu halbieren". "Der Kampf gegen die immer noch zu hohe Inflation erfordert aber kluge Maßnahmen und laufende Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen", so der Minister.

Inflation doppelt so hoch wie in Euro-Zone

Die Inflation in Österreich ist im Dezember fast doppelt so hoch gewesen wie in der Eurozone. In der Währungsunion lagen die Verbraucherpreise im Dezember um 2,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor, in Österreich betrug der harmonisierte Wert (HVPI) hingegen 5,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat diese Woche mitteilte. Österreichs Teuerungsrate lag Ende 2023 auch um 1,9 Prozentpunkte über jener Deutschlands.

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