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Mutmaßlicher Brandstifter von Hirschwang gefasst

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Wieder war Liebeskummer das Motiv: Ein 22-Jähriger - selbst Feuerwehrmann (!) gestand eine Reihe von Brandstiftungen in NÖ. Er wurde festgenommen.

Die Serie von Brandstiftungen in Hirschwang dürfte geklärt sein: Die Polizei hat in der Nacht auf Dienstag einen Verdächtigen festgenommen. Es handle sich um einen 22-Jährigen, der in der Kleberei der Papierfabrik Neupack Gesm.b.H. beschäftigt und auch bei der Betriebsfeuerwehr tätig ist, sagte Chefinspektor Rudolf Scheidl, Leiter der Brandgruppe des Landeskriminalamtes NÖ. Der Mann sei geständig.

Private Gründe als Motiv
Als Motiv für insgesamt zehn Brandlegungen seit 7. Februar gelten private Gründe, so Scheidl. Der 22-Jährige sei von seiner Freundin verlassen worden, die Frau nunmehr mit einem Arbeitskollegen des Verdächtigen liiert. Der mutmaßliche Brandstifter lebt laut Polizei in einer Firmenwohnung der Neupack und ist bei allen Löscheinätzen dabei gewesen.

7.000 Euro Kopfgeld
Am 10. Februar war die Lagerhalle der Neupack Gesm.b.H., die zur Mayr-Melnhof Packaging gehört, in Flammen aufgegangen. Das Objekt war trotz des Großeinsatzes von 30 Feuerwehren mit 280 Mann nicht zu retten. Die Mayr-Melnhof Packaging setzte in der Folge 7.000 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ausforschung des Täters führen.

Laut Scheidl war bereits einen Tag vor dem Großbrand in der Lagerhalle Feuer gelegt worden. Bei den Untersuchungen habe sich herausgestellt, dass ein Kasten angezündet worden war. Die Flammen seien jedoch von selbst erloschen. Zuletzt hatte in der Nacht auf Montag der Dachstuhl des Mannschaftsraumes der Feuerwehr gebrannt.

Der Verdächtige wird nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Acht Brandstiftungen gestanden
Zu acht Brandstiftungen in Hirschwang (Bezirk Neunkirchen) von 7. bis 23. Februar hat sich der Tatverdächtige geständig gezeigt. Der 22-Jährige habe auf dem Areal Neupack Gesm.b.H. unter anderem eine Mülltonne angezündet, in drei Kellerräumen, zwei Dachböden, einer Garage und einem Kesselhaus ebenfalls Feuer gelegt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 50.000 Euro.

Nicht für Großbrand verantwortlich?
Der Niederösterreicher stellte laut Polizei in Abrede, für den gelegten Großbrand einer Lagerhalle in der Nacht auf den 10. Februar verantwortlich zu sein. Hierbei entstand ein Sachschaden von acht Millionen Euro. Aufgrund der Ermittlungen "könnte der 22-Jährige jedoch auch für diese Brandlegung in Betracht kommen", berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion.

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