764 Planstellen weniger im nächsten Jahr

Öffentlicher Dienst

764 Planstellen weniger im nächsten Jahr

Insgesamt werden im Öffentlichen Dienst nächstes Jahr 764 Planstellen eingespart.

Der öffentliche Dienst spart im Jahr 2012 insgesamt 764 Planstellen ein. Im heurigen Jahr ist eine Reduzierung um 851 Stellen vorgesehen. Gespart wird vor allem an Vertragsbediensteten: Gegenüber dem Vorjahr werden hier 580 Planstellen eingespart, Beamte erfahren eine Reduzierung um 184 Stellen. In manchen Teil-Bereichen gibt es aber auch Aufstockungen, etwa bei Sicherheit und Justiz: Für die Exekutive wird es laut Beamtenministerium zusätzlich 200 Stellen geben. 26 zusätzliche Planstellen sind demnach für die Korruptions- und Wirtschaftsstaatsanwaltschaft vorgesehen. Insgesamt weist der Personalplan des Bundes für das kommende Jahr 134.831 Planstellen auf.

Mehr Stellen für Innenministerium
Aufgeteilt auf die Ressorts erfährt das Unterrichts- und Kunstministerium mit einem Minus von 307 Planstellen die größte Reduzierung, gefolgt vom Verteidigungs- und Sportressort (minus 209 Planstellen). Ebenfalls starke Abstriche macht das Finanzministerium mit 131 Stellen weniger. Ein Plus an Planstellen gibt es nur in einem einzigen Ressort: Das Innenministerium bekommt 21 dazu.

Dass etwa bei der Exekutive um rund 200 Stellen aufgestockt werden kann, obwohl das Innenressort nur 21 Planstellen dazubekommt, ergibt sich durch Einsparungen bei der Verwaltung innerhalb des Ressorts, wie ein Experte des Beamtenministeriums gegenüber der APA erklärte. Nach dem gleichen Prinzip verhält es sich im Justizressort, dort werden auch die 26 Stellen für die Korruptionsstaatsanwaltschaft durch Umschichtungen geschaffen; insgesamt erfährt das Justizressort eine Reduzierung von 16 Planstellen.

Pensionierung
Die Reduzierungen der Planstellen erfolgt durch Nichtnachbesetzung von Pensionierungen, etwa jede zweite Pensionierung ist davon betroffen. Manche Ressorts geben laut Beamtenministerium auch Planstellen zurück, die sie bisher nicht besetzt hatten. Das Finanzrahmengesetz vom Frühjahr sieht vor, dass von 2012 bis 2015 insgesamt rund 2.200 Planstellen eingespart werden.

Personal-Kosten steigen
Die Personal-Ausgaben insgesamt steigen 2012 auf 20,09 Mrd. Euro. Im heurigen Jahr haben sie laut Budgetbericht noch 18,73 Mrd. Euro betragen, das ist eine Steigerung um 1,36 Mrd. Euro oder 7,3 Prozent. Dabei ist allerdings zu beachten, dass diese Ausgaben sich nicht auf die Planstellen alleine beschränken. Darin enthalten sind auch die Ausgaben für die Landeslehrer sowie jene für die Pensionen und Aufwendungen für Teile der Ausgelagerten Gesellschaften.

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