Die geheime Gagenliste des ORF: Wer was kassiert

11.000 € für Betriebsrat, 120.000 €für PR-Firma

Die geheime Gagenliste des ORF: Wer was kassiert

Mit dem Wissen aus der bisher geheimen Gagenliste des Rundfunks wird jetzt etwas verständlicher, warum der ORF jährlich 450 Millionen € an Personalkosten anhäuft: So sind nicht nur die Monatsbezüge der leitenden ORF-Mitarbeiter ziemlich hoch, sondern auch das Ausmaß der zugekauften Dienstleistungen bei Konsulenten und Beratungsfirmen überrascht. Hier die wichtigsten Daten aus dem Papier, das ÖSTERREICH zugespielt worden ist:

Bis zu monatlich 11.000 € brutto erhält ein dienstfreigestellter Betriebsrat im ORF, drei davon sind im Unternehmen tätig.

Bei 15 (!) ORF-Tochterfirmen erhalten deren Geschäftsführer Jahresbezüge zwischen 310.000 € und 101.000 €.

Die neun Landesdirektoren des ORF haben Jahresgagen von 220.000 € bis 160.000 €, der Bestverdiener unter ihnen kommt auf 16.000 € brutto im Monat.

Die vier Direktoren unter dem ORF-Generaldirektor (400.000 € im Jahr) beziehen Jahreseinkommen von 185.800 € bis 292.500 €.

"Noch wesentlich heftiger sind die Ausgaben des ORF für Konsulenten", legt ein Informant von ÖSTERREICH ein weiteres Papier mit den Ausgaben für Berater vor:

ORF_Faxi.png

Die Umwelt-Lobbyistin Monika Langthaler stellte allein im Jahr 2017 mehr als 71.000 € in Rechnung.

Ein PR-Berater bekam vom ORF 120.000 € für seine Leistungen.

Pius Strobl, der im ORF ganztägig als Leiter des "Büros des Medienstandorts" tätig war, verdiente am Küniglberg 277.038 € im Jahr. Pius Strobl war bereits Kommunikationschef des Rundfunks und gilt als enger Vertrauter von Generaldirektor Alexander Wrabetz.

Für ihr Styling-Konzept für die ORF-Moderatoren und die Karlich-Show erhielt die Styling-Beraterin R. - wie berichtet - 115.800 €.

orf.JPG © all

Und 24.000 € gingen 2017 vom ORF an die Gewerkschaftsfunktionärin P. von der Pensionisten-Sektion der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG). Sie war für die Pensionsberatung im ORFzuständig.

"Der ORF leistet sich zu teure Landesstudios und zu viele Direktoren für weniger als 25 Minuten Regionalfernsehen täglich. Außerdem sind die Ausgaben für diverse Berater viel zu hoch", erwartet sich Hans-Joerg Jenewein von der nächsten Bundesregierung eine "wirklich vernünftige" Reform des ORF.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 9

Top Gelesen 1 / 10

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Es gibt neue Nachrichten