Doskozil: 'Meine Kinder machen sich Sorgen'

Steirer drohte LH mit dem Tod:
 Verhaftet

Doskozil: 'Meine Kinder machen sich Sorgen'

 

Sie haben ihm zugesetzt – die Morddrohungen gegen sich nahm Hans Peter Doskozil diese Woche nicht auf die leichte Schulter. Der Ex-Landespolizeidirektor und heutige SPÖ-Landeshauptmann des Burgenlands ging damit aber professionell um, alarmierte die Ex-Kollegen in Eisenstadt und Wien. Nur Stunden später wurde jener Steirer (52) ausgeforscht und festgenommen, der dem Spitzenpolitiker nach dem Leben trachtete. „Eher mein Umfeld macht sich Sorgen. Allen voran meine Kinder“, sagte Doskozil (siehe Interview).

U-Haft wegen
schwerer Nötigung

Das Motiv für die Morddrohungen liegt weiter im Dunkeln. Der Steirer schwieg zunächst eisern, sprach erst mit dem Ermittlungsrichter. Warum er die Verwandtschaft des Spitzenpolitikers terrorisierte, ob es eine persönliche Verbindung zu Doskozil gab – alles dennoch unklar. Über den 52-Jährigen wurde die U-Haft verhängt. Gegen ihn wird wegen schwerer Nötigung ermittelt.

Doskozil: "Ich kenne die Person nicht"

ÖSTERREICH: Der Mann, der Sie bedroht hat, soll inzwischen Angaben gemacht haben. Haben Sie hierzu Erkenntnisse?

Hans Peter Doskozil: Dazu habe ich persönlich keine Erkenntnisse. Ich kann den Fall realistisch einschätzen. Die Polizei hat mein 100-prozentiges Vertrauen, ich lasse sie ihre Arbeit machen.

ÖSTERREICH: Über das Motiv wird weiter spekuliert. Haben Sie eine Erklärung für die persönlichen Bedrohungen?

Doskozil: Nein. Habe ich nicht. Ich kenne die Person nicht und hatte bisher keine Berührungspunkte.

ÖSTERREICH: Sie stammen wie der mutmaßliche Täter aus der Steiermark. Sie waren Polizeibeamter, der Verdächtige geriet häufiger mit dem Gesetz in Konflikt. Gab es möglicherweise in der Vergangenheit berufliche Berührungspunkte?

Doskozil: Nein. Das kann ich ausschließen.

ÖSTERREICH: Der Anrufer hat mit seinen Drohungen per Telefon Angehörige von Ihnen kontaktiert. Woher hatte er die Verbindungsdaten?

Doskozil: Auch das ist Teil der Ermittlungen. Ich habe auch hier vollstes Vertrauen in die Arbeit der Polizisten.

ÖSTERREICH: Sie haben trotz der Drohungen Ihr Programm durchgezogen.

Doskozil: Natürlich denke ich darüber nach. Meine Stimmung trübt das aber nicht. Ich will nicht über­reagieren. Eher mein Umfeld macht sich Sorgen, allen voran meine Kinder und meine Lebensgefährtin.

ÖSTERREICH: Was sagen Sie zum Einsatz der Polizei?

Doskozil: Ich war selbst Polizist und weiß, wie gewissenhaft und hochprofessionell gearbeitet wird.

Ablenkung

Auch am Freitag schlug sich Doskozil tapfer, wenngleich er im Duell gegen Pamela Rendi-Wagner verlor. Alles lässt sich nicht einfach wegbügeln.

 



 

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