Grüne Korruptionsaffäre: Spur zu teurem Zinshaus

Chorherrs Ex-Gattin mit Immobilien-Hai in Stiftung

Grüne Korruptionsaffäre: Spur zu teurem Zinshaus

"Wie lange wussten schon Vassilakou, Hebein, Häupl und Michael Ludwig von diesem ,System Chorherr'? Und warum haben sie das alles so lange geduldet? Die Staatsanwaltschaft und unsere Untersuchungskommission werden jetzt endlich mehr Transparenz in das rot-grüne System bringen", erhielt nun Vizebürgermeister Domink Nepp (FPÖ) weitere Hinweise auf dubiose Verbindungen zwischen dem grünen Polit-Promi Chorherr und Wiens Immobilien-Schickeria.

Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs und der Bestechlichkeit gegen den Grün-Politiker und weitere sieben Personen, es drohen bis zu zehn Jahre Haft.

ÖSTERREICH liegen Dokumente vor

Einige dieser durchaus interessanten Dokumente liegen jetzt auch ÖSTERREICH vor: In einem Grundbuchauszug ist zu lesen, dass die Firma "KH zwei Immobilienprojektgesellschaft mbH" ein riesiges Zinshaus Ecke Blindengasse/Lerchenfelder Gürtel im 8. Bezirk besitzt. Darin sind mehrere Lokale, ein Yoga-Atelier und auch ein Verein zur Unterstützung von Migrantenkindern eingemietet. Mindestwert dieser Immobilie laut Pfandrecht einer Bank: 5,8 Millionen Euro.

Die Firma "KH Zwei" hat zwei Besitzer: Den in Wien bekannten Immobilien- und Finanz-Tycoon K. sowie die "K5 Privatstiftung". Im Dreier-Vorstand der "K5 Privatstiftung": die langjährige Gattin von Christoph Chorherr.

Verbindung von Chorherr mit großen Playern

Die "K5" ist als Gesellschafter wiederum an der Holding des Immobilien-Hais beteiligt (92,1%) sowie an einer Projektentwicklungs GmbH. (99,6%) des Multimillionärs. Dass die Verbindung zwischen den Chorherrs mit den ganz großen Playern der heimischen Bauwirtschaft derart eng ist, wird vermutlich auch den Staatsanwalt interessieren.

Der Grundbuchauszug könnte ein weiterer Mosaikstein sein, der bei der Aufarbeitung des "System Chorherrs" hilft. Die Ex-Gattin des grünen Ex-Planungssprechers hat auch jahrelang Teenager ihrer (nicht wirklich günstigen) Privatschule zum "Ithuba"-Schulprojekt Christoph Chorherrs nach Südafrika geschickt.

Mehrere Vorwürfe gegen Chorherr

Chorherr ist aktuell mit gleich mehreren Vorwürfen konfrontiert: Erstens soll es bei Flächenwidmungen der MA21 A aufgrund möglicher Interventionen zu nicht korrekten Entscheidungen gekommen sein, zweitens hätte seine jetzige Gattin noch heuer, als die Justiz schon ermittelte, einen 54.000-Euro-Auftrag von der MA21 A erhalten, drittens halten viele Oppositionspolitiker seine Intervention für den Bau des 63 Meter hohen Heumarkt-Turms für "extrem verdächtig" und viertens wurden nun weitere Namen von Spendern bekannt, die sehr viel Geld an Chorherrs Charity-Verein überwiesen und sich dafür vermutlich auch eine Gegenleistung erhofften.

Spender waren auch Banken

Unter diesen Spendern waren auch Banken, Lobbyisten, das Umweltbundesamt, eine frühere Casino-Austria-Tochterfirma sowie ein Wohnbauträger. Die bereits erwähnte "Kallco" hat übrigens keine Verbindung zur WAG (Wohnungsanlagengesellschaft).

Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 11

Top Gelesen 1 / 10

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Es gibt neue Nachrichten