Hofer:

Luft-100er "bringt nicht viel"

Hofer: "Tempo 140 auf zwei Drittel der Autobahnen"

Der Tempo-140-Test auf der Westautobahn laufe gut und ohne Zwischenfälle. Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) plant deshalb schon einen Regelbetrieb mit Tempo 140, wie er im ÖSTERREICH-Interview verrät.

Außerdem werde er nach Kärnten auch andere Bundesländer darum bitten, den „Luft-100er“ aufzuheben.

ÖSTERREICH: Sie haben Kärnten ersucht, den „Luft-100er“ auf der A 2 aufzuheben. Werden Sie auch andere Bundesländern darum bitten?

Norbert Hofer: Ja, denn ich bin nicht davon überzeugt, dass der Luft-Hunderter viel bringt. Es gibt Studien, die meine Zweifel belegen. Es kann doch nicht sein, dass wir Autobahnen bauen – und dass man auf der Landesstraße daneben manchmal sogar schneller fahren darf. Es heißt ja Autobahnen und Schnellstraßen nicht Autobahnen und Kriechstraßen.

ÖSTERREICH: Soll der Luft-100er für E-Autos gelten?

Hofer: Für alle emissionsfreien Fahrzeuge – Elektroautos und Wasserstofffahrzeuge nicht mehr –, das ist das, was Umweltministerin Elisabeth Köstinger andenkt – und sie hat da meine volle Unterstützung.

ÖSTERREICH: Sie fahren ja selbst ein Wasserstoff-Auto als Test – einen Toyota Mirai. Wie läuft’s?

Hofer: Ja, ich fahre dieses Fahrzeug noch bis Jahresende. Ein gutes Gefühl, wenn du weißt, es kommt hinten nur Wasserdampf raus. Ich glaube, dass es in Zukunft ein Miteinander geben wird – Wasserstoff und E-Autos.

ÖSTERREICH: Sie haben ja derzeit mehrere Versuche laufen – wie ist Ihre Zwischenbilanz?

Hofer: Ja, also zunächst beginnen wir mit der Pannenstreifen-Freigabe auf der Flughafenautobahn A  4. Läuft ohne Probleme. Bevor Stau entsteht, wird der Pannenstreifen freigegeben und so entsteht der Stau erst gar nicht, das funktioniert reibungslos. Wir wollen jetzt die Kriterien, ab wann der Pannenstreifen geöffnet wird, überarbeiten.

ÖSTERREICH: Und Tempo 140?

Hofer: Da ergeben sich einige interessante Trends. Die Leute sind sehr diszipliniert. Die Zahl der Langsamfahrer am linken Streifen ist gesunken, der Verkehr also flüssiger geworden.

ÖSTERREICH: Wird Tempo 140 also die Regel werden?

Hofer: Mein großer Wunsch ist: Wenn dieses Projekt gut funktioniert, werden wir genau festlegen, auf welchen Autobahnen aufgrund der Sicherheitslage Tempo 140 möglich ist. Wo es nicht geht, werden wir das mit Verkehrsbeeinflussungsanlagen eben herunterregeln.

ÖSTERREICH: Es gibt 2.200 km Autobahnen und Schnellstraßen. Auf wie vielen ist Tempo 140 möglich?

Hofer: Nach den bisherigen Schätzungen werden das etwa zwei Drittel der Strecken in Österreich sein.

ÖSTERREICH: Sie sind bei der Digitalisierungsoffensive in der Bildung für den Breitbandausbau zuständig. Bis wann wird es in allen Schulen WLAN mit Breitbandqualität geben?

Hofer: Ja, ich muss schauen, dass ich flächendeckend das schnelle Internet ausrolle – und das ist eine große Aufgabe, die mich sehr beschäftigt. Das ist technisch innerhalb von zwei Jahren möglich.


Günther Schröder

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