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Zug mit zwei Verdachtsfällen gestoppt

Innenministerium gibt Entwarnung – Kein Coronavirus

oe24-EXKLUSIV: An der Brenner-Grenze wurde laut Sicherheitskreisen ein Zug mit zwei Coronavirus-Verdachtsfällen an Bord gestoppt – Kurz darauf wurde der Zugverkehr zwischen Österreich und Italien eingestellt.

Wien/Brenner. Wegen dem Verdacht auf zwei Fälle von Coronavirus in einem Zug von Venedig nach München ist der Personenverkehr zwischen Österreich und Italien über die Brennergrenze einige Stunden eingestellt worden. Nach oe24-EXKLUSIV-Berichten bestätigten sowohl Landessanitätsdienst & Innenministerium, dass 500 Passagiere am späten Sonntagabend auf dem italienischen Grenzbahnhof am Brenner in zwei Personenzügen zeitweilig fest saßen. Um 23.30 ging die Reise weiter, teilte die italienische Bahn mit.
 
 

++++ Am Ende des Artikel finden Sie einen Live-Ticker zu allen laufenden Ereignissen ++++

Innenministerium gab Entwarnung

Kurz davor hatte das österreichische Innenministerium Entwarnung gegeben. "Die beiden coronaverdächtigen Personen wurden negativ getestet. Der Zug fährt daher in Kürze weiter", teilte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in einer Stellungnahme mit. Bei allen Passagieren, die in Österreich aussteigen, werden Identitätsfeststellungen vorgenommen, hieß es.
 
Ein Zug aus Italien war am Brenner vor der Staatsgrenze angehalten worden, weil gemeldet worden war, dass sich zwei Personen mit Verdacht auf den Coronavirus im Zug befänden. Nach der Meldung von zwei Personen mit Fiebersymptomen durch die italienische Bahn informierte die ÖBB das Einsatz- und Koordinierungscenter des Innenministeriums. Der zuständige Bezirkshauptmann aus dem Bezirk Innsbruck-Land stoppte daraufhin den Zug per Bescheid – oe24 berichtete.
 
An Bord des Zuges, der auf dem Weg von Venedig nach München war, befanden sich rund 300 Personen, mehrheitlich Österreicher und Deutsche. Der Südtiroler Zivilschutz sei eingeschaltet worden, um den Passagieren - zum Großteil Österreicher und Deutsche - Unterstützung zu leisten, berichtete die Polizei in Bozen.
 
Der Eurocity 86 war am Sonntagnachmittag von Venedig abgefahren und hatte in Verona gehalten, nachdem zwei deutsche Fahrgäste mit Fiebersymptomen und schwerem Husten aufgefallen waren. Die beiden Frauen wurden daraufhin in einem Krankenhaus in Verona auf den Coronavirus untersucht, das Testergebnis war jedoch negativ. Der Zug fuhr daraufhin weiter, wurde jedoch am Brenner erneut gestoppt.
 

Zugverkehr zwischen Österreich und Italien komplett eingestellt

Daraufhin stellte die Tiroler Landeswarnzentrale den Personenzugverkehr von Italien über den Brenner vorerst ein, wie die ÖBB mitteilten. Betroffen waren am Sonntagabend laut ÖBB die Züge EC86, EC1288, den REX1828 sowie den Express Nizza-Moskau D408. "Die für solche Situationen vorgesehene Prozess- und Einsatzkette ist voll angelaufen", teilten die ÖBB mit. "Wir stehen mit den zuständigen Behörden in Kontakt und warten die weiteren Schritte und Anweisungen ab". Regionalzüge zwischen Innsbruck und Brenner blieben eine Station vorher stehen und kehrten um, erklärte ÖBB-Sprecher Robert Lechner.
 
 
Laut italienischer Polizei in Bozen saßen am späten Abend insgesamt rund 500 Passagiere in zwei Zügen am Bahnhof Brenner fest. Die Passagiere konnten aussteigen, da keine Bewegungsbeschränkung seitens der italienischen Gesundheitsbehörden erteilt worden sei, berichtete die Polizei.
 

Anschober: Grenzkontrollen derzeit nicht notwendig

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) meinte in der ORF-Sendung "Zeit im Bild 2" Grenzkontrollen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seien "derzeit nicht erforderlich". Aber wir sind sehr, sehr in Sorge, wir sind vorsichtig und aufmerksam und werden morgen den Sachverhalt noch einmal mit allen Experten überprüfen", verwies er auf den für Montag angesetzten Einsatzstab.
 
Video zum Thema: Gesundheitsminister Anschober über Coronavirus-Gefahr
 
Man könne derzeit nicht prognostizieren, wie sich die Lage bei der vom Virus SARS-CoV-2 ausgelösten Epidemie entwickeln werde, in etwa drei Wochen werde man womöglich wissen, ob es zu einer globalen Ausbreitung kommt. "Die Gesundheitsbehörden tun alles, damit das nicht der Fall ist", betonte Anschober. Er verwies auf den "hervorragend" aufgestellten österreichischen Gesundheitsbereich und die gute internationale Vernetzung der Behörden. Sollte es bei Verdachtsfällen Spuren nach Österreich geben, werde dies umgehend gemeldet und untersucht.
 
Der Beschluss Österreichs, die Züge zu stoppen, löste am Sonntag Unmut unter den italienischen Behörden aus. Es gebe keinen Grund dafür, da kein Coronavirus-Verdachtsfall an Bord bestätigt worden sei, hieß es. Die beiden deutschen Passagierinnen mit Fiebersymptomen liegen im Krankenhaus von Verona, es gebe jedoch keine Hinweise einer Coronavirus-Erkrankung.
 
Unterdessen wurden am Sonntag erstmals auch bestätigte Coronavirus-Fälle im Trentino, der italienischen Provinz südlich von Südtirol gemeldet. Dabei handelt es sich um drei Touristen aus der Lombardei. Die Familie, die aus der lombardischen Provinz Cremona stammt, befindet sich in einem Krankenhaus in Bergamo. In Italien gibt es mehr als 150 bestätigte Infizierte mit dem Coronavirus.
 
 
 

Bundeskanzler Kurz nimmt an Einsatzstab teil

Die Sicherheitsbehörden nehmen die Lage in Italien "sehr ernst", sagte Ressortchef Karl Nehammer (ÖVP), nachdem er sich im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) im Innenministerium von den Experten informieren hat lassen. Auffällig sei dabei der rasche Anstieg bei den Fallzahlen, die Lage im Nachbarland entwickle sich "dynamisch".
 
Zur von Italien von verschiedenen Stellen bereits erhobenen Forderung nach Schließung der Grenzen im Stiefelstaat verwies der Innenminister auf die Einschätzung der Experten, die auch am Montag, wieder unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums im BMI zum Einsatzstab zusammentreten und die neuesten Entwicklungen abwägen werden. Wie ÖSTERREICH erfuhr wird auch Bundeskanzler Sebastian Kurz dem einberufenen Einsatzstab beiwohnen.
 
© APA/ROLAND SCHLAGER
 
Grundsätzlich wäre ein solcher Schritt "sehr rasch umzusetzen". Binnen Minuten bzw. binnen einer Stunde könnten Grenzkontrollen "hochgefahren werden", erläuterte Franz Lang, Leiter des Bundeskriminalamts (BK) - abhängig davon, welche Maßnahmen, vor allem gesundheitsspezifischer Natur, man durchführen wolle.
 
Nehammer gab überdies bekannt, dass am Sonntag ein Transportflieger mit Hilfsgütern vom Flughafen Wien in Schwechat gestartet ist. Die Maschine soll rund 50 Tonnen medizinisches Material in die von der SARS-CoV-2-Epidemie hauptbetroffene chinesische Stadt Wuhan bringen.
 
© APA
 

FPÖ-Klubobmann Kickl fordert Grenzkontrollen

FPÖ-Klubobmann Hebert Kickl spricht sich im Interview mit oe24 für Grenzkontrollen an der italienischen Grenze aus, sollte sich die Lage in Italien weiter verschärfen: "Das Wichtigste ist jetzt, das Einschleppen des Virus nach Österreich zu verhindern. Dazu bedarf es einer offensiven, systematischen und konkreten Kommunikation durch die Verantwortlichen in der Regierung. Was wir aber hören, ist völlig nebulös und unbestimmt. Sowohl Innenminister Nehammer als auch Gesundheitsminister Anschober betonen, dass Österreich auf den Ausbruch des Coronavirus bestens vorbereitet sei. Ich will aber verhindern, dass es überhaupt soweit kommt. Eine Corona-App mit Reisewarnungen, aktuellen Infektionsberichten und Informationen zu produktivem Verhalten, um eine Infektion zu verhindern – das wäre zeitgemäß und nicht die unaktuellen und nichtssagenden Infos auf der Webseite des Gesundheitsministeriums. Und wenn sich die Lage in Italien weiter verschärft, werden Grenzkontrollen nötig sein, aber auch dazu vermisse ich jede Vorbereitung."

Auf die Frage, wie diese Grenzkontrollen konkret aussehen sollten, antwortet Kickl: "Wesentlich ist, dass man den Grenzverkehr auf ein Minimum beschränkt. Dazu sollte zunächst einmal die italienische Politik aufrufen.Und dann müsste man eben bei den Grenzübergängen in der Nähe von Krisengebieten und auch bei Flügen aus diesen Regionen kontrollieren. Dazu braucht man Polizei und die Experten des Bundesheeres und der Gesundheitsbehörden."

Ob es auch an den Grenzen Fiebertests geben solle, so wie an den Flughäfen? Kickl dazu: "Ja, um effizient zu sein, muss bei massiver Verschärfung der Lage im Grenzgebiet zu Österreich und nach entsprechender Einschätzung der medizinischen Experten bei den Kontrollen auch Fieber gemessen und mit Erhebungsbögen gearbeitet werden, um im Fall der Fälle den Ausbreitungsweg nachvollziehen zu können."

 00:33

++++ Hier endet der Live-Ticker ++++

Es tickerte für Sie: die oe24-Redaktion. Der Live-Ticker wird um 06:00 Uhr Montagfrüh fortgesetzt.

 23:16

Innenministerium gibt Entwarnung – Kein Coronavirus

„Wir können Entwarnung geben. Die beiden coronaverdächtigen Personen wurden negativ getestet. Der Zug fährt daher in Kürze weiter. Bei allen Passagieren, die in Österreich aussteigen, werden Identitätsfeststellungen vorgenommen. Alle Behörden haben in diesem Fall rasch und mit hoher Vorsicht gehandelt. Die Meldekette hat unverzüglich funktioniert“, so Innenminister Nehammer am Sonntagabend.

 22:44

Insgesamt 500 Passagiere sitzen am Brenner fest

Rund 500 Passagiere (zuvor war von rund 300 Passagieren die Rede) - mehrheitlich Österreicher und Deutsche - sitzen an Bord von zwei italienischen Zügen am Brenner fest. Der Südtiroler Zivilschutz sei im Einsatz, um die Reisenden mit Decken und warmen Getränken zu versorgen, berichtete die Bozner Polizei am späten Sonntagabend. Noch unklar ist, ob und wann die Züge wieder weiterfahren können.

"Der Bahnverkehr in Richtung Österreich ist komplett eingestellt", sagte ein Polizeifunktionär. Die Züge EC86 und EC1288 stünden derzeit am Bahnhof Brenner. Betroffen sei auch der Express Nizza-Moskau D408. Unbestätigten Berichten zufolge wird ein österreichische Ärzteteam erwartet, das die Gesundheit der Passagiere prüfen solle.

Der Beschluss, die Züge zu stoppen, löste am Sonntag Unmut unter den italienischen Behörden aus. Es gebe keinen Grund dafür, da kein Coronavirus-Verdachtsfall an Bord bestätigt worden sei, hieß es. Die beiden deutschen Passagierinnen mit Fiebersymptomen liegen im Krankenhaus von Verona, es gebe jedoch keine Hinweise einer Coronavirus-Erkrankung.

 22:40

Anschober: Grenzkontrollen derzeit nicht erforderlich

Grenzkontrollen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seien "derzeit nicht erforderlich", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in der ORF-Sendung "Zeit im Bild 2". "Aber wir sind sehr, sehr in Sorge, wir sind vorsichtig und aufmerksam und werden morgen den Sachverhalt noch einmal mit allen Experten überprüfen", verwies er auf den für Montag angesetzten Einsatzstab.

Man könne derzeit nicht prognostizieren, wie sich die Lage bei der vom Virus SARS-CoV-2 ausgelösten Epidemie entwickeln werde, in etwa drei Wochen werde man womöglich wissen, ob es zu einer globalen Ausbreitung kommt. "Die Gesundheitsbehörden tun alles, damit das nicht der Fall ist", betonte Anschober. Er verwies auf den "hervorragend" aufgestellten österreichischen Gesundheitsbereich und die gute internationale Vernetzung der Behörden. Sollte es bei Verdachtsfällen Spuren nach Österreich geben, werde dies umgehend gemeldet und untersucht.

Direktmaschinen aus China, die fallweise am Flughafen Wien in Schwechat ankommen, würden "extrem gut überprüft", betonte der Ressortchef. Es kämen dabei keine Menschen aus der Krisenregion, die Passagiere müssten direkt im Flugzeug Fragebögen beantworten, das Flugpersonal sei spezifisch geschult, um auf Verdachtsfälle sofort reagieren zu können, und am Airport in Schwechat erfolgten weiterhin Fieberkontrollen, erläuterte Anschober.

Noch kein endgültiges Ergebnis gibt es zu den seit dem Jahr 2006 im Zuge der Vogelgrippe-Hysterie angeschafften und seither eingelagerten Grippeschutzmasken, deren Haltbarkeitsdatum mittlerweile abgelaufen ist. Anschober erwartet im Lauf der kommenden Woche ein Detailergebnis, "ob die Vorratshaltung als eiserne Reserve Sinn macht". Grundsätzlich bestehe in den Bundesländern Versorgungssicherheit, etwaige Mängel würden bei einem Treffen mit den Gesundheitslandesräten am Montag besprochen

 21:53

300 Zug-Passagiere sitzen am Brenner fest

Die italienischen Behörden bestätigten am Sonntagabend, dass rund 300 Passagiere an Bord des ÖBB-Zuges Venedig-München am Brenner auf die Weiterreise nach München warten würden. Der Südtiroler Zivilschutz sei eingeschaltet worden, um den Passagieren - zum Großteil Österreicher und Deutsche - Unterstützung zu leisten, berichtete die Polizei in Bozen.

Die Passagiere könnten aussteigen, da keine Bewegungsbeschränkung seitens der italienischen Gesundheitsbehörden erteilt worden sei, berichtete die Polizei. Der Eurocity 86 war am Sonntagnachmittag Venedig abgefahren und hatte in Verona gehalten, nachdem zwei deutsche Fahrgäste mit Fiebersymptomen und schwerem Husten aufgefallen waren. Die beiden Frauen wurden daraufhin in einem Krankenhaus in Verona auf den Coronavirus untersucht worden, der Test war jedoch negativ. Der Zug fuhr daraufhin weiter, wurde jedoch am Brenner erneut gestoppt. Ein weiterer Zug, der vom Brenner hätte abfahren sollen, konnte nicht die Reise antreten, berichtete die Polizei.

Noch unklar ist, wann der Zug weiterfahren kann und was mit den Passagieren geschehen soll. Mit dem Fall würde sich die Behörden in Rom befassen, hieß es.

Unterdessen wurden erstmals auch bestätigte Coronavirus-Fälle im Trentino gemeldet. Dabei handelt es sich um drei Touristen aus der Lombardei. Die Familie, die aus der lombardischen Provinz Cremona stammt, befindet sich in einem Krankenhaus in Bergamo.

 21:49

ÖBB: Fahrgäste werden im Zug versorgt

Die Fahrgäste des Eurocity 86, der auf der Brenner-Grenze auf italienischen Staatsgebiet angehalten wurde, werden im Zug mit Getränken und Essen versorgt, sagte ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair im Gespräch. "Wir kümmern uns im Zug um die Fahrgäste", so Gasser-Mair.

Wie viele Personen in dem Eurocity waren, war zunächst noch nicht bekannt. Die ÖBB würden nun abwarten, wie die Behörden weiter entscheiden.

 21:37

Österreich stellt kompletten Zugverkehr nach Italien ein

Nach dem Verdacht auf zwei Fälle von Coronavirus in einem Zug am Brenner ist der Personenverkehr zwischen Österreich und Italien über die Brennergrenze komplett eingestellt worden. Seitens der Tiroler Landeswarnzentrale sei der Personenzugverkehr von Italien über den Brenner bis auf Weiteres eingestellt worden, teilte die ÖBB am Sonntagabend mit.

Das betreffe am Sonntagabend noch die Züge EC86, EC1288, den REX1828 sowie den Express Nizza-Moskau D408. Die Züge EC86 und EC1288 stünden derzeit am Bahnhof Brenner, die betroffenen Fahrgäste würden vom ÖBB Personal im Zug betreut. "Die für solche Situationen vorgesehene Prozess- und Einsatzkette ist voll angelaufen", teilten die ÖBB mit. "Wir stehen mit den zuständigen Behörden in Kontakt und warten die weiteren Schritte und Anweisungen ab". Regionalzüge zwischen Innsbruck und Brenner würden eine Station vorher stehen bleiben und umkehren, erklärte ÖBB-Sprecher Robert Lechner.

 20:54

Eurocity 86 der ÖBB betroffen

An der Brenner-Grenze ist am Sonntagabend ein Zug angehalten worden, weil sich zwei Coronavirus-Verdachtsfälle im Zug befanden – oe24 berichtete exklusiv – Die italienische Staatsbahn (FS) hatte zuvor die ÖBB informiert, dass sich im Zug zwei Personen mit Fiebersymptomen befinden. Die ÖBB bestätigte, dass der Eurocity 86 vor der Grenze angehalten wurde.

 20:40

Innenminister Karl Nehammer bestätigt Zug-Vorfall

Aktuelle Lageinformation von Innenminister Karl Nehammer: „Heute Abend wurde ein Zug am Weg von Venedig nach München an der österreichischen Grenze angehalten. Der Grund: Die ital. Staatsbahn hat die ÖBB informiert, dass sich am Zug 2 Personen mit Fiebersymptomen befinden. Die ÖBB hat daraufhin das Einsatz- und Koordinierungscenter des Innenministeriums informiert. Der zuständige Bezirkshauptmann aus dem Bezirk Innsbruck-Land konnte durch die rasche Reaktion die Einreise nach Österreich per Bescheid verhindern. Der Zug befindet sich jetzt am Grenzbahnhof des Brenners auf italienischem Staatsgebiet. Die weitere Vorgangsweise wird derzeit gemeinsam mit den ital. Behörden koordiniert und geprüft. Ich bin dazu im ständigen Austausch mit dem Landeshauptmann Günther Platter, um die weitere Vorgangsweise zu beraten. Der Zug ist jedenfalls gestoppt.“

 20:17

Land Tirol bestätigt Coronavirus-Verdachtsfall an Brenner-Grenze

Die Landessanitätsdirektion Tirol bestätigte gegenüber ÖSTERREICH, dass ein Zug am Brenner gestoppt wurde: "Ja, es gibt einen entsprechenden Vorfall", hieß es in einem ersten Statement. Zuvor berichtete oe24 exklusiv, dass ein aus Italien kommender Zug an der Tiroler Brenner-Grenze gestoppt wurde. An Bord haben sich zwei Personen mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion befunden.

 19:44

Coronavirus-Verdacht an Österreichs Grenze!

Wie ÖSTERREICH soeben aus Sicherheitskreisen erfuhr, wurde ein, aus Italien kommender, Zug an der Brenner-Grenze gestoppt. An Bord haben sich zwei Personen mit Fieber befunden, bei denen der Verdacht auf eine Infizierung mit dem Coronavirus besteht.

 19:20

EU-Präventionsbehörde überprüft Risikobewertung

Die europäische Präventionsbehörde ECDC stellt wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien ihre Risikobewertung zu dem Virus auf den Prüfstand. Angesichts der sich schnell entwickelnden Lage werde man die Auswirkungen der Cluster in Italien hinsichtlich des Risikos für die gesamte EU und den Europäischen Wirtschaftsraum bewerten, teilte das Europäische Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) am Sonntagabend in Solna bei Stockholm mit.

ECDC-Direktorin Andrea Ammon kündigte an, innerhalb der nächsten 24 Stunden eine aktualisierte Risikoeinschätzung herauszugeben. Man rechne damit, dass es in den kommenden Tagen weitere Fälle in Italien sowie möglicherweise auch in anderen Teilen der EU geben werde.

Die Zahl der Infizierten war in Italien über das Wochenende überraschend stark angestiegen. Bis zum Sonntagnachmittag waren es nach Behördenangaben bereits mehr als 130 Fälle gewesen. Am Abend wurde ein drittes Todesopfer in dem EU-Land gemeldet.

 17:55

Dritter Todesfall in Italien

Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter in Norditalien aus. In der lombardischen Stadt Crema ist das dritte Todesopfer Italiens gemeldet worden, das auf das Virus zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich um eine krebskranke Patientin, berichtete Giulio Gallera, der Gesundheitsbeauftragte der norditalienischen Region Lombardei, bei einer Pressekonferenz am Sonntag.

Zuvor waren ein 78-jähriger Pensionist aus der Nähe von Padua und eine 75-Jährige aus der Provinz Lodi dem Virus erlegen. Gallera erklärte, dass die von der Lombardei ergriffenen Vorbeugungsmaßnahmen mit der Isolierung von rund einem Dutzend Gemeinden im Raum von Lodi vorerst sieben Tage in Kraft bleiben werden. In der am stärksten betroffenen italienischen Region Lombardei gibt es laut Gallera bisher 112 bestätigte Infektionsfälle.

Italiens Premier Giuseppe Conte versicherte am Sonntag, dass sein Land durchaus rigoros zur Eingrenzung der Coronavirus-Epidemie vorgehen werde. "Wir haben bereits 4.000 Kontrollen durchgeführt. Wir sind das erste Land in Europa, das strengere und gründlichere Kontrollen beschlossen hat. Von Anfang an haben wir uns für eine Linie strengster Vorbeugung entschlossen", so Conte in einem TV-Interview am Sonntag.

Aus Sorge vor Problemen mit den Lebensmittellieferungen wurden am Wochenende in Mailand Supermärkte von Kunden regelrecht gestürmt. Desinfizierende Produkte und Atemschutzmasken sind in ganz Norditalien nur mehr schwer zu finden. Auch die Notrufnummern, die zur Meldung von Infektionsfällen eingerichtet wurden, wurden von besorgten Bürgern ausgiebig genutzt.

Inzwischen erhöht sich die Zahl jener Regionen, die in der nächsten Woche Schulen und Universitäten schließen und sportliche und kulturelle Events absagen werden. Neben der Lombardei, Venetien und Piemont ergriff auch die Emilia Romagna ähnliche Maßnahmen.

 17:39

ÖSTERREICH-Insider: Vorerst keine Grenzkontrollen

Wie ÖSTERREICH aus gut informierten Insiderkreisen erfuhr, erwägt die österreichische Bundesregierung derzeit keine Grenzkontrollen durchzuführen. Zuvor forderte FPÖ-Klubchef Herbert Kickl nach Vorliegen eines ersten Infektionsberichtes, dass verstärkt Kontrollen an der österreichisch-italienischen Grenze durchgeführt werden sollen.

 16:22

Bundeskanzler nimmt an Einsatzstab zu Coronavirus teil

Die Sicherheitsbehörden nehmen die Lage in Italien "sehr ernst", sagte Ressortchef Karl Nehammer (ÖVP), nachdem er sich im Einsatz- und Koordinationscenter (EKC) im Innenministerium von den Experten informieren hat lassen. Auffällig sei dabei der rasche Anstieg bei den Fallzahlen, die Lage im Nachbarland entwickle sich "dynamisch".

Zur von Italien von verschiedenen Stellen bereits erhobenen Forderung nach Schließung der Grenzen im Stiefelstaat verwies der Innenminister auf die Einschätzung der Experten, die auch morgen, Montag, wieder unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums im BMI zum Einsatzstab zusammentreten und die neuesten Entwicklungen abwägen werden. Wie ÖSTERREICH erfuhr wird auch Bundeskanzler Sebastian Kurz an dem Einsatzstab teilnehmen.

Grundsätzlich wäre ein solcher Schritt "sehr rasch umzusetzen". Binnen Minuten bzw. binnen einer Stunde könnten Grenzkontrollen "hochgefahren werden", erläuterte Franz Lang, Leiter des Bundeskriminalamts (BK) - abhängig davon, welche Maßnahmen, vor allem gesundheitsspezifischer Natur, man durchführen wolle.

 16:10

Lombardei denkt an weitere "drastische" Maßnahmen

Sollte sich die Lage wegen der Coronavirus-Epidemie verschlimmern, ist die Region Lombardei zur Ergreifung "drastischer und rigoroser Maßnahmen" nach "Wuhan-Vorbild" bereit. Dies berichtete der lombardische Präsident Attilio Fontana in einem TV-Interview am Sonntag. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass es nicht zu einer derartigen Notstandslage kommen wird.

Maßnahmen nach dem Vorbild der abgeriegelten chinesischen Stadt Wuhan müssten nur dann ergriffen werden, wenn die Epidemie außer Kontrolle geraten sollte. Dies sei jetzt nicht der Fall, erklärte Fontana.

Die Insel Ischia im Golf von Neapel hat inzwischen Bürgern aus den norditalienischen Regionen Lombardei und Venetien sowie Chinesen aus dem Epidemie-Gebiet die Landung verboten. Die Maßnahme gilt bis zum 9. März und wurde von den Bürgermeistern der süditalienischen Insel unterzeichnet.

Die Chefin der französischen Partei "Rassemblement National", Marine Le Pen, hat sich indes für die Wiedereinführung der Kontrollen an der Grenze zu Italien ausgesprochen. Le Pen warf der Pariser Regierung vor, zu wenig gegen die Coronavirus-Gefahr unternommen werden. So habe Frankreich im Gegensatz zu Italien nicht die Flugverbindungen zu China unterbrochen.

 16:10

Karte: Weltweite Ausbreitung des Coronavirus

coronaa.png © apa

 16:08

Grenzschließungen wegen Ausbreitung im Iran

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus im Iran haben mehrere Staaten Schutzmaßnahmen wie Grenzschließungen und Einreiseverbote verfügt. "Wir haben nach einem Anstieg der Fallzahlen im Iran beschlossen, unsere Landgrenze (zum Iran) zu schließen", sagte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag.

Diese vorübergehende Maßnahme sei nach einem Austausch mit den iranischen Behörden angeordnet worden. Koca führte aus, der Straßen-und Bahnverkehr zwischen den beiden Ländern werde ab Sonntagnachmittag eingestellt. Flugzeuge aus dem Iran dürften ab 20.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) nicht mehr landen. Flüge aus der Türkei in den Iran seien aber weiter möglich.

flagge iran © Symbolbild (Getty Images)

Der Iran hatte erst vor wenigen Tagen seine ersten Infektionsfälle gemeldet. Mittlerweile steckten sich mehr als 40 Menschen in der Islamischen Republik an. Mit acht Todesopfern wurde der Iran zu dem Land mit den meisten Toten durch das neuartige Coronavirus außerhalb Chinas. Die meisten Infizierten leben in Ghom oder hatten sich dort aufgehalten. Die Stadt ist ein Zentrum für islamische Studien und ein beliebtes Touristenziel.

Die iranischen Behörden schlossen wegen der Epidemie am Sonntag vorläufig Schulen, Universitäten und andere Bildungseinrichtungen in 14 der 31 Provinzen im Land. Der Präsident des Teheraner Stadtrats, Mohsen Haschemi, sagte dem Staatsfernsehen, wenn die Zahl der Infizierten in der iranischen Hauptstadt weiter steige, werde sie unter Quarantäne gestellt. Teheran hat mehr als acht Millionen Einwohner.

 16:07

Plötzlich Geisterstadt: Codogno im Griff des Virus

Geschlossene Geschäfte und Restaurants, kaum ein Mensch auf der Straße: Codogno, die 60 Kilometer von Mailand entfernte Kleinstadt mit ihren rund 15.000 Einwohnern, ist Opfer des Coronavirus aus China geworden. "Das ist eine Geisterstadt, die Menschen haben sich verbarrikadiert, es ist schrecklich", sagt Paola, die sich als eine der wenigen nach draußen gewagt hat.

"Es ist unglaublich: Jetzt ist das China, das wir im Fernsehen sehen, bei uns", sagt die Inhaberin einer Bäckerei, bevor sie ihr Geschäft schließt. Italien ist das erste europäische Land, in dem Einheimische an dem Virus gestorben sind und - mit inzwischen mehr als 130 Fällen - das Land mit den meisten Infizierten in Europa. Viele von ihnen stammen aus Codogno und der benachbarten Gemeinde Casalpusterlengo in der nördlichen Region Lombardei.

Ein 38 Jahre alter Wissenschafter der Firma Unilever liegt auf der Intensivstation. Seine schwangere Frau, ein Freund, mit dem er Fußball spielte, mehrere Stammgäste eines Beisls, das der Familie des Freundes gehört, sowie Ärzte und Patienten des Krankenhauses von Codogno, in dem der Mann bis Samstag behandelt wurde, haben sich bei ihm angesteckt. Wer aber das Virus eingeschleppt hat, war am Sonntag weiter unklar.

Noch bevor Ministerpräsident Giuseppe Conte am Samstagabend elf Städte im Norden Italiens in die Isolation schickte, hatten Codogno und andere Orte bereits selbst drastische Schutzmaßnahmen ergriffen. Der Bahnhof von Codogno blieb bereits tagsüber geschlossen, nur die Lautsprecher warnten unbeirrt weiter vor durchfahrenden Zügen.

Im Ortskern waren alle Geschäfte und Gasthäuser verrammelt. Gegen 20.00 Uhr funktionierten nur noch ein Automat für Zigaretten und ein weiterer für Getränke und Snacks. Vor dem Zigarettenautomat stehen zwei Paare - sie gehen auf Abstand voneinander.

Die Straßen sind leer, die wenigen, die sich noch hinaus trauen, müssen mit ihren Hunden Gassi gehen oder zu einer der wenigen Apotheken, die geöffnet haben. Kaum einer trägt eine Atemschutzmaske. "Die Leute kommen zu uns, um ihre gewöhnlichen Medikamente zu holen, und dabei fragen sie auch nach Schutzmasken", erzählt Rosa Cavalli, die Besitzerin einer Apotheke im Zentrum von Codogno. "Leider haben wir keine mehr, weil sie vorwiegend aus China kommen und dort dringender gebraucht werden."

 15:56

Montag Gipfel der GesundheitslandesrätInnen der Bundesländer

Wien .Die europäischen Gesundheitsbehörden arbeiten beim Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus eng zusammen und haben eine gemeinsame Strategie: Bei einem Ausbruch wie nun in Italien wird sofort – u.a. durch Isolation - regional gehandelt und versucht, die Ausbreitung zu begrenzen. Treten bei der Befragung der Betroffenen Fakten auf, die ein anderes EU-Land betreffen, wird dies sofort ins “Early Warning and Response System” (EWRS) der Europäische Union eingespeist und unmittelbar dem betroffenen Mitgliedsstaat übermittelt, damit dieser ebenfalls sofort handeln kann.

Rudi Anschober Schutzmasken Grippe-Masken © Fred DUFOUR / AFP; APA/ROLAND SCHLAGER

Anschober: „Diese Vorgehensweise hat im Fall des Ausbruchs in Bayern vor drei Wochen gut funktioniert. Der Ausbruch konnte begrenzt und gestoppt werden.”

Zur weiteren Verstärkung der Abstimmung der Maßnahmen hat Anschober für Montag, den 24. Februar, Vormittag, die GesundheitslandesrätInnen der Bundesländer zum Gespräch eingeladen.

Anschober: „Wir nehmen die Entwicklung in Italien sehr ernst. Wir sind gut vorbereitet und arbeiten eng innerhalb der EU zusammen.”

 15:21

Sorgen in der Schweiz wegen Ausbruchs in Italien

Nach den Fällen in Norditalien steigt in der angrenzenden Schweiz die Sorge wegen eines möglichen Übergreifens des Coronavirus - vor allem im südlichen Kanton Tessin. Der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass man die Entwicklung analysiere. "Die ganze Angelegenheit ist größer als es anfänglich schien."

Personen mit Covid-19-Symptomen sollen in Hospitälern isoliert und getestet werden, selbst wenn sie keine bekannten Verbindungen nach China oder zu Infizierten gehabt haben, wie der Kanton am Sonntag mitteilte. Das Tessin gehört zur Schweiz, ist geografisch aber eher ein Teil Norditaliens. Der Kanton reicht wie ein Stachel in die Lombardei hinein. Zudem arbeiten im Tessin etwa 68.000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger - also Menschen, die täglich von Italien ins Tessin in die Arbeit pendeln. Im Tessin sind seit Samstag Fasnachtsferien. Der Unterricht beginnt erst wieder am 2. März

 15:18

Botschaft mit Österreichern in Italien in Kontakt

In Italien lebende, geschäftsreisende oder urlaubende Österreicher können sich bei Problemen, die rund um den Ausbruch von SARS-CoV-2 im Nachbarland für sie auftreten, an die österreichischen Vertretungen im Land wenden: Das Generalkonsulat Mailand und die Botschaft in Rom stehen zur Verfügung, hieß es am Sonntagnachmittag aus dem Außenministerium (BMEIA).

"Im Hinblick auf die bestätigten Infektionsfälle mit dem Coronavirus vor allem in Norditalien und die von den italienischen Behörden ergriffenen Maßnahmen werden die Informationen des BMEIA zu Reisen und Aufenthalt in Italien regelmäßig aktualisiert", sagte der stv. Sprecher Johannes Strasser. "Das Generalkonsulat Mailand sowie die Botschaft in Rom stehen mit den Auslandsösterreicherinnen und Auslandsösterreicherin in Kontakt." Konkrete Informationen über möglicherweise betroffene Österreicher lägen bisher nicht vor.

 15:08

Mailänder Scala sagte Aufführungen ab

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Norditalien hat die Mailänder Scala beschlossen, als Vorsichtsmaßnahme vorerst alle ihre Aufführungen zu streichen. Schon am Sonntag wurde ein Auftritt der Sopranistin Aleksandra Kurzak abgesagt.

Die Aufführungen sollen solange ausfallen, bis die Behörden weitere Anweisungen geben werden, teilte das Opernhaus am Sonntag auf Twitter mit. Am 1. März beginnt das Mandat von Intendant Dominique Meyer, der von der Wiener Staatsoper zur Scala wechselt. Geschlossen wurde auch die Pinakothek Brera.

Die Lombardei hat am Sonntag die Schließung von Schulen, Universitäten und Museen in der Region beschlossen. Auch Messen sollen ausgesetzt werden. "Wir brauchen eine große Unterstützung seitens der Bürger. Niemand wird allein gelassen. Wir werden diese Herausforderung bewältigen", sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza.

 14:54

Italien: Diese Städte sind abgeriegelt

Angesichts des Ausbruchs des Virus Sars-CoV-2 hat die italienische Regierung als drastische Notfallmaßnahme die Abriegelung mehrerer Gemeinden im Norden des Landes angeordnet. Betroffen sind elf Städte in Gebieten, in denen sich das neuartige Virus rasant ausgebreitet hat. Die Zeitung "Corriere della Sera" spricht von einer Sperre nach "Wuhan-Modell".

Dazu gehören zehn Gemeinden in der Provinz Lodi in der Lombardei rund 60 Kilometer südöstlich der Metropole Mailand: Codogno, Castiglione d"Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano. Hier leben insgesamt rund 50.000 Einwohner. Die elfte Gemeinde ist die Stadt Vo in der Provinz Padua in Venetien mit rund 3.000 Einwohnern.

Eine Abriegelung der Ortschaften bedeutet, dass das Betreten oder Verlassen verboten ist, wie Ministerpräsident Giuseppe Conte erklärte. Die Anordnung werde von der Polizei und notfalls auch der Armee durchgesetzt, jedwede Verletzung dieser Sperre werde strafrechtlich verfolgt.

 14:24

Xi: Größte Gesundheitskrise seit Staatsgründung Chinas

Das neuartige Coronavirus ist nach den Worten des chinesischen Staatschefs Xi Jinping die größte Gesundheitskrise in China seit der Gründung der Volksrepublik 1949. Das Virus verbreite sich schneller als alle vorangegangenen, habe die höchste Zahl von Infizierten und sei am schwierigsten zu vermeiden und zu kontrollieren, sagte Xi am Sonntag bei einem Treffen zum Umgang mit der Epidemie.

"Das ist eine Krise für uns und es ist ein großer Test", stellte der Präsident fest. Die Epidemie werde "unvermeidlich" große Auswirkungen auf Chinas Wirtschaft und Gesellschaft haben, es handle sich aber um kurzfristige und kontrollierbare Effekte. Die Behörden forderte Xi auf, aus den Versäumnissen im Umgang mit dem Virus zu lernen.

Seit Beginn der Epidemie im Dezember starben in Festlandchina nach offiziellen Angaben mindestens 2.442 an dem neuartigen Coronavirus, die Zahl der Infizierten wurde am Sonntag mit knapp 77.000 angegeben.

 14:01

Notverordnung in Südtirol unterzeichnet

Der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher hat am Sonntagvormittag eine Notverordnung unterschrieben, durch die das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus im Südtirol minimiert werden soll. Demnach bleiben ab morgen, Montag, alle Kleinkindbetreuungseinrichtungen, die Freie Universität Bozen und weitere Bildungseinrichtungen geschlossen.

Von der Schließung betroffen sind sowohl öffentliche als auch private Einrichtungen zur Kleinkindbetreuung. Auch an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe "Claudiana" und am Konvervatorium "Monteverdi" wird der Unterricht ausgesetzt.

Grundlage für die gesetzten Maßnahmen war ein Schreiben des Generaldirektors des Südtiroler Sanitätsbetriebes, Florian Zerzer, vom Samstagabend, in dem er Kompatscher über den aktuellen Stand im Hinblick auf das Coronavirus informierte. In der Notverordnung wird zudem ausgeführt, wie mit Menschen umzugehen ist, die aus Risikozonen kommen oder mit Personen in Kontakt waren, die Symptome der Viruserkrankung zeigen. Ebenso wurde festgelegt, wie vorzugehen ist, wenn jemand Symptome einer Coronaviruserkrankung aufweist.

 12:55

Weiterer "Diamond Princess"-Passagier tot

Ein weiterer mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 infizierter Passagier von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan ist gestorben. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Der Japaner in seinen 80ern war positiv getestet und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er verstarb.

Es ist der dritte Todesfall unter den Passagieren des Schiffes. Insgesamt hatten sich mehr als 600 Passagiere und Crewmitglieder mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Die von der Regierung in Tokio angeordnete, inzwischen aufgehobene zweiwöchige Quarantäne auf dem Schiff war von einigen Experten als unzureichend kritisiert worden.

diamond-princess.jpg © AFP

 12:51

Italien bereitet Kasernen für Quarantäne vor

Italiens Heer stellt Militärstützpunkte und Kasernen für die Isolierung von Coronavirus-Verdachtsfällen zur Verfügung. Tausende Betten seien bereits organisiert worden, teilte Italiens Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag in Rom mit. 132 Fälle und zwei Todesopfer wurden in Norditalien gemeldet, 26 Personen liegen auf der Intensivstation. 3.000 Kontrollen wurden durchgeführt.

Inzwischen breitet sich die Epidemie auf andere Regionen außerhalb der Lombardei und Venetien aus. In der Emilia Romagna wurden neun Erkrankte gemeldet, einen Fall gab es im Piemont. Alle Universitäten in der Emilia Romagna wurden geschlossen. Das Bildungsministerium in Rom rief alle Schulen des Landes auf, auf Schulausflüge zu verzichten.

Als Vorbeugungsmaßnahme gegen die Epidemie hat die Region Friaul Julisch Venetien zudem die Schließung der Universitäten von Udine und Triest bis zum 2. März beschlossen. Zwei Strukturen wurden in der Gemeinde Tricesimo bei Udine sowie in Treviso für die Isolierung von Verdachtsfällen zur Verfügung gestellt, teilte der regionale Zivilschutz mit.

 11:46

Hausarzt kontaktieren

Personen, die zuletzt in Italien waren und erste Symptome zeigen, sollen zuallererst den Hausarzt aufsuchen. Man solle aber Ruhe bewahren.

 11:44

Laufend in Austauch

Man sei laufend über die Lage in Norditalien informiert, der Austausch funktioniere sehr gut. Auch auf europäischer Ebene sei man ausgezeichnet vernetzt.

 11:43

Reisewarnung

Kaiser rät, in die betroffenen Gebiete zu meiden. „Sie sollten derzeit nicht nach Italien fahren!“

 11:41

Keine Sorge für Panik

Kaiser erklärt, dass es derzeit kein Grund zur Panik gibt. "Es kommt darauf an, dass man nun Ruhe bewahrt".

 11:39

Jetzt spricht LH Kaiser

Kärntens Landeshauptmann berichtet von einem engen Austausch mit den italienischen Behörden.

 11:34

Kommen Grenzkontrollen zu Italien?

Diese Frage soll morgen Montag entschieden werden. Der Einsatzstab tagt ab 10 Uhr. Innerhalb einer Stunde könnten solche Kontrollen eingeführt werden.

 11:29

Innenminister Nehammer beruft wegen Corona Einsatzstab ein

"Es gibt aber keinen Grund zur Panik", so der Innenminister. "Österreich ist gut gerüstet". Die Lage in Italien bedarf nun aber besondere Vorkehrungen.

 11:26

Statement von Nehammer

Vor LH Kaiser gab bereits Innenminister Nehammer ein Statement zur aktuellen Lage ab.

 11:17

180 Schüler in Israel müssen zwei Wochen in Quarantäne

Fast 200 israelische Schulkinder müssen zwei Wochen lang zuhause bleiben, weil sie mit südkoreanischen Touristen in Kontakt gekommen sein könnten, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Die zweiwöchige Quarantäne für 180 Schulkinder aus insgesamt drei Schulen beginne am Sonntag, teilte das israelische Bildungsministerium mit. Die Anweisung gelte auch für 18 Lehrer und einen Aufseher.

Südkoreanische Mitglieder der Sekte Shincheonji Church of Jesus hatten vom 8. bis 15. Februar eine Reihe israelischer Sehenswürdigkeiten besichtigt. Nach ihrer Rückkehr wurde bei 18 von ihnen das Coronavirus festgestellt. Das israelische Gesundheitsministerium veröffentlichte am Samstag auf seiner Website die Stationen der Pilger aus Südkorea und forderte alle Menschen, die mit ihnen in Kontakt gekommen sein könnten, auf, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben.

 11:09

Zehntausende Menschen in Italien eingesperrt

Italien hat im Kampf gegen den schlimmsten Ausbruch des neuen Coronavirus in Europa drastische Maßnahmen gesetzt. Um eine weitere Ausbreitung im Norden des Landes zu unterbinden, sollen nun die am stärksten betroffenen Städte abgeriegelt werden. Das teilte die italienische Regierung am Samstagabend mit. "Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten", sagte Regierungschef Giuseppe Conte.

Betroffen seien zunächst knapp ein Dutzend Orte südöstlich von Mailand mit etwa 50.000 Einwohnern sowie Vo' im benachbarten Venetien mit rund 3000 Bewohnern.

 10:56

Höchste Alarmstufe in Südkorea

Die Situation in Südkorea wird angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus immer besorgniserregender: Nach zwei weiteren Todesfällen durch die Lungenerkrankung Covid-19 kündigte der südkoreanische Staatschef Moon Jae In an, wegen des Virus die höchste Alarmstufe auszurufen.

Insgesamt starben in Südkorea bisher vier Menschen durch das neuartige Coronavirus. Die Zahl der Neuinfizierten stieg um 123 auf 556 Fälle - Südkorea ist damit das Land mit der höchsten Fallzahl nach China. Die Epidemie stehe vor einem "schwerwiegenden Wendepunkt", erklärte Präsident Moon nach einer Kabinettssitzung zu dem Virus. "Die nächsten Tage werden entscheidend sein." Seine Regierung werde daher entsprechend der Empfehlungen von Experten die Alarmstufe auf die höchste Kategorie anheben.

 10:46

Wirtschaftsministerium richtet Hotline für Firmen ein

Das Wirtschaftsministerium richtet wegen des Coronavirus ab Montag eine Hotline für betroffene Unternehmen aus Österreich ein. Ziel sei es, den Firmen beispielsweise beim Kontakt zu chinesischen Behörden zu helfen, wie es am Sonntag in einer Pressemitteilung hieß.

Das Ressort organisierte auch eine "Task Force" namens "Wirtschaft COVID-19" zwischen der chinesischen Botschaft, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung. Rund 1.000 Firmen aus Österreich haben Niederlassungen in China, dem mit Abstand wichtigsten Handelspartner in Asien.

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