Ab Montag

"Lina-Loos-Platz": Wien bekommt neue U2-Station

Ab 19. Jänner eröffnet die neue U2-Station "Lina-Loos-Platz" im 22. Bezirk. Die neue Öffi-Anbindung zwischen den Stationen Aspernstraße und Hausfeldstraße erweitert die U2 von Seestadt bis Karlsplatz von 20 auf 21 Stationen. Benannt wurde sie nach der 1950 verstorbenen Schauspielerin Lina Loos.

Das Wiener U-Bahn-Netz wächst auf insgesamt 110 Stationen. Die neue Station stärke die umweltfreundliche Anbindung der Donaustadt und des dynamisch wachsenden Stadtentwicklungsgebiets Oberes Hausfeld. Bereits die ersten Bewohner, die in einigen Wochen einziehen sollen, würden so bestens an das Öffi-Netz angebunden sein. Neue Fahrradgaragen in der U-Bahn-Station, begrünte Fassaden und eine Photovoltaikanlange am Dach würden für Nachhaltigkeit sorgen.

Schon 2013 erbaut

Bereits bei der Verlängerung der U2 bis in die Seestadt im Jahr 2013 wurde der Rohbau der Station im Oberen Hausfeld mitgebaut. Die Arbeiten für den weiteren Ausbau starteten 2021 bei laufendem U2-Betrieb. Dabei wurden die Stiegenaufgänge, der Mittelbahnsteig, zwei Fahrradgaragen und zwei neue Aufzüge errichtet. Hätte man die Station erst nach der Verlängerung der Linie errichtet, wären die Kosten weitaus höher gewesen, so Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ). 

Präsentation der neuen Station und dem dazugehörigen Bauprojekt Lina-Loos-Platz

Präsentation der neuen Station und dem dazugehörigen Bauprojekt Lina-Loos-Platz

© oe24

Station für neuen Stadtteil

Die neue U2-Station beim Lina-Loos-Platz versorgt ein wachsendes Stadtviertel mit zukünftig 8.000 Bewohnern mit einer Öffi-Verbindung. Bis 2030 soll es aber noch dauern, bis das Gebiet vollständig bewohnt ist.  Die neuen innovativen Fahrradgaragen würden dafür sorgen, dass auch die Menschen, die bereits jetzt hier im 22. Bezirk wohnen, die neue Station gut erreichen würden. "Sowohl beim Bau als auch beim Betrieb ist uns die Nachhaltigkeit besonders wichtig. Die neuen Fahrradgaragen sind eine absolute Innovation und bieten die Möglichkeit, die letzte Meile rasch und umweltfreundlich zurückzulegen. Der Name der Station ist außerdem ein starkes Zeichen für mehr Sichtbarkeit von Frauen im öffentlichen Raum", erzählt die Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien. Es würden nämlich rund 90 Prozent der Straßennamen auf Männer entfallen. 

Fahrrad-Garage und Infrastruktur für Öffi-Fahrgäste

Gleich zwei neue Fahrradgaragen, jeweils bei den Stationszugängen, ergänzen das Mobilitätsangebot. Dort kann man sein Fahrrad um € 1,50 für bis zu 24 Stunden abstellen und einfach auf die U2 umsteigen. Den Abstelllatz für sein Fahrrad kann man dann online über das Serviceportal von WIPARK buchen. Zudem sollen breite und baulich getrennte Radwege künftig entlang der alten Schanzen und der U-Bahn-Trasse zur neuen U-Bahn-Station führen. Eine WienMobil Rad-Station soll ebenfalls in den Lina-Loos- Platz integriert werden, bei der man sich kostengünstig Leihräder ausborgen könne. Im Südwesten des Platzes - unmittelbar neben der U-Bahn-Station - wird zudem eine Bushaltestelle errichtet.

Begrüntes und kühles Stadtgebiet

Hohe Lebensqualität für alle Anrainer soll hier von Anfang an im Zentrum stehen. Deshalb werden alle Register klimafitter Stadtgestaltung gezogen. Insgesamt werden am Lina- Loos-Platz rund 1.800 Quadratmeter Grünflächen errichtet. Dazu kämen noch rund 2.300 Quadratmeter, die mit sickerfähiger Pflasterung versehen werden sollen. So könne Regenwasser großflächig versickern, was den natürlichen Wasserkreislauf fördere und sorge durch die Verdunstung vor allem in der warmen Jahreszeit für einen Kühlungseffekt. Die zahlreichen Sitzgelegenheiten sollen so angeordnet werden, dass sie zum Ausruhen und Verweilen im Schatten der vielen neuen Bäume einladen. Ein großes Wasserspiel bringe zusätzliche Abkühlung und Spielspaß auf dem Platz.

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