Arbeitsniederlegung

In diesen Spitälern wird jetzt gestreikt

"Der Streik ist ein notwendiger Schritt, weil uns die Arbeitgeber sonst offenbar nicht hören", sagte vida-Verhandlerin Martina Reischenböck.

Linz. Die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler streiken am 22. Jänner. Nachdem sich in einer Abstimmung der Gewerkschaft vida 93,3 Prozent für eine Arbeitsniederlegung in allen acht betroffenen Häusern ausgesprochen hatten, erteilte der ÖGB die Freigabe, wie die vida am Freitag mitteilte. Geplant ist ein ganztägiger Streik an allen Ordenskrankenhäusern in Oberösterreich.

Das nichtärztliche Personal fordert neben Lohnerhöhungen zumindest in Höhe der Inflation auch eine stufenweise Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden. Die Arbeitgeber bieten aber für die rund 10.000 Beschäftigten nur 3,3 Prozent Plus und halten eine Arbeitszeitverkürzung für unrealistisch.

"Der Streik ist ein notwendiger Schritt, weil uns die Arbeitgeber sonst offenbar nicht hören", sagte vida-Verhandlerin Martina Reischenböck, betonte aber: "Das Wohl der Patientinnen und Patienten hat auch im Streikfall oberste Priorität." Man habe die Arbeitgeber daher aufgefordert, rechtzeitig mit den Beschäftigten in allen Berufsgruppen über die notwendigen Notdienstregelungen zu beraten, die die Versorgung von stationären Patienten und Notfällen gewährleisten.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten