Video zum Thema Vorstand tagt über Parlamentssitz von Philippa Strache
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HC noch immer für 16% wählbar

Philippa-Rauswurf: Der FPÖ droht die Rache von Strache

"Das kann schon sein, dass Norbert Hofer, Herbert Kickl und Manfred Haimbuchner jetzt einen Schlussstrich unter dem ,Kapitel Strache' ziehen wollen. Doch das ist auch für sie ziemlich gefährlich", analysierte jetzt ein Wiener Parteifunktionär im Gespräch mit ÖSTERREICH die aktuelle Situation in der FPÖ. Konkret meint der FPÖ-Insider: "Heinz-Christian Strache liegt am Boden, er hat nichts mehr zu verlieren, er ist tief gekränkt. Jetzt auch noch seine Gattin zu brüskieren, ist für die neue Parteispitze sehr riskant: Der Ex-Vizekanzler hat jahrelang mitbekommen, was auch andere Parteigranden an Spesen bezogen haben. Das war nicht wenig, er hat alle Zahlen. Und er weiß viel über gewisse Skandale, in die Parteigrößen verwickelt waren und sind. Etwa auch über jenen Skandal um eine Werbeagentur und mögliche Kick-back-Zahlungen in Kärnten. Wenn er da der Justiz als Kronzeuge hilft, können noch weitere FPÖ-Promis abtreten, sogar Haftstrafen wären möglich."

Außerdem könnte auch aus dem Umfeld Straches thematisiert werden, wer denn die hohen Spesensummen für den Ex-Vizekanzler genehmigt hat. Wie ÖSTERREICH nun erfahren hat, gab es sowohl für die 10.000 Euro hohe Spesenpauschale als auch für den Mietkostenzuschuss von 2500 Euro eine Absegnung durch den Finanzreferenten des FPÖ-Parlamentsklubs und der Wiener Landespartei.

Noch immer 16% für Strache

Und kommt es zum totalen Konflikt zwischen der FPÖ neu und den Straches, dann wäre noch eine weitere Eskalationsstufe schnell erreicht: Nämlich jene, dass der Ex-Vizekanzler eine eigene Liste gründet und damit beim Wien-Wahlkampf 2020 der Ex-Partei massiv schadet. Dazu hat "Heute" eine neue Umfrage veröffentlicht: Trotz aller Skandale und Vorwürfe würden sogar jetzt noch "möglicherweise" 16 % Strache bei der Wien-Wahl wählen, 5 % sogar "ganz sicher", von den FPÖ-Sympathisanten würden 20 % ihre Stimme erneut dem Ex-Vizekanzler geben. "Die Strahlkraft von Heinz-Christian Strache ist zumindest in der FPÖ-Wählerschaft noch immer vorhanden", sagt Meinungsforscher Peter Hajek (unique research).

"Die wollen ihn vernichten"

"Der Ex-Parteichef ist auch sehr gekränkt, dass Hofer und Kickl schon drei Wochen lang nicht mit ihm gesprochen haben. Für ihn ist auch unverständlich, dass die Parteispitze nicht mit seiner Frau über ihre politische Zukunft redet, sondern sie nur aus den Medien Informationen bekommt. Diesen Rufmord an seiner Ehefrau hätten politische Gegner sicher nicht besser hingekriegt", berichtet der Wiener Parteifunktionär. Und er sagt: "Offenbar herrscht in der jetzigen Parteispitze große Angst davor, dass Heinz-Christian nach der Einstellung aller Verfahren stärker denn je zurückkommen könnte. Die wollen jetzt ihn, Philippa und den Namen Strache generell vernichten, damit ein politisches Comeback einfach nicht mehr möglich sein soll."

ÖSTERREICH wird aktuell berichten, wie die FPÖ-Führung heute entscheiden wird.

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