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Vorerst aber Auszeit

Rätsel um Job: Strache überlegt Online-Magazin

Wien. Heinz-Christian Strache dürfte im letzten Moment kalte Füße bekommen haben. Nachdem sein angeblich zukünftiger Arbeitgeber, der Immobilienentwickler Siegmund „Siggi“ Kahlbacher, das Engagement des Ex-Vizekanzlers bestätigt hatte, sagte dieser ab.
 
„Wir haben ihm abgeraten.“ Strache dürfte draufgekommen sein, dass Kahlbachers Kyatt GmbH vielleicht doch kein so attraktiver Arbeitsplatz sein würde. Der Firma wird von der Wirtschaftsaus­kunftei Creditreform nur „sehr schwache Bonität“ bescheinigt, die Verbindlichkeiten belaufen sich auf über zehn Millionen Euro. „Wir haben die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als wir hörten, wohin er gehen will“, sagt ein Freund Straches zu ÖSTERREICH: „Viele haben ihm sofort dringend abgeraten.“
 
Mehrere Angebote. Straches Konsequenz: Er wird erst Mitte September wieder ins Berufsleben einsteigen. Er hat mehrere Angebote aus der Privatwirtschaft vorliegen. In der letzten Zeit sei alles „wie ein Tsunami“ über ihn hereingebrochen. Jetzt will er sich zumindest drei Wochen Auszeit nehmen, um sich zu sortieren. „Ich muss mich einfach selbst finden, mir war zuletzt alles zu viel“, sagt Strache gegenüber oe24.
 

Er will seine Auszeit mit Sohn Hendrik verbringen

 
Als Hausmann daheim. Wenn Ehefrau Philippa auf Wahlkampf durch Österreich tourt, will er daheim den Hausmann spielen und die Zeit mit Söhnchen Hendrik verbringen.
 
Eigene Ermittlungen. Natürlich will er auch die Zeit nützen, um weiter an seinen privaten Ibiza-Ermittlungen zu arbeiten, die angeblich bereits weit gediehen sind.
 
Onlinemagazin. Strache überlegt auch, ein eigenes Onlinemagazin herauszubringen, nachdem er mit seiner Partei wegen seiner Facebook-Seite im Dauerclinch liegt.
Außerdem hat der ehemalige Vizekanzler ein Angebot, ein Buch zu schreiben.
 
 

TV-Interview: "Ibiza ist mir peinlich – das bin und war nicht ich"

 
Das aufsehenerregende TV-­Interview mit HC Strache:
 
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Die Reaktionen auf das Interview, das ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner mit Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache für oe24.TV führte, hat für Aufregung und heftige Diskussionen gesorgt. Mit 113.000 Sehern erreichte die Sendung eine Top­quote. Für alle, die es am Donnerstag verpasst haben, gibt es heute um 20 Uhr die Wiederholung.
 
  • Reue wegen Ibiza. In dem Interview betont der ehemalige Vizekanzler, wie peinlich ihm sein Auftritt auf Ibiza war: „Das bin nicht ich, das war nicht ich.“

 

  • Durch Buch rehabilitiert? Strache fühlt sich auf der anderen Seite durch das Buch Die Ibiza-Affäre voll rehabilitiert. Die beiden Autoren hätten herausgearbeitet, dass „es den Lockvögeln sieben Stunden nicht gelungen ist, mich in eine käufliche Situation zu bringen“. „Ich werde immer wieder zitiert, wo ich klar und deutlich sage, mit mir gibt es keine Korruption.“

 

  • Geheimnisvoller Zund. Strache sagt auch, dass er schon vor der Veröffentlichung des Videos einen „Zund“ bekommen hätte, das dies passieren werde. Um die Ermittlungen nicht zu behindern, sagt er nicht, von wem, bei seiner Anzeige bei der Staatsanwaltschaft hätte er aber angegeben, wann und von wem der Hinweis kam.

 

  • Koalition war kaputt. Strache behauptet, dass Türkis-Blau schon vor Ibiza vor dem Aus gestanden sei. Seit die FPÖ Kanzler Sebastian Kurz das Nein zum UNO-Migrationspakt abgenötigt hat, sei die „Stimmung schlecht“ gewesen. Auch die Abschaffung der GIS-Gebühren war zwischen den Koalitionspartnern bereits paktiert, die Kurz nicht umsetzen hätte wollen. „Da muss man natürlich hinterfragen, ob das [Ibiza; Anm.] der ÖVP nicht zupass­gekommen ist“, um aus der Koalition auszusteigen.
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