Coronavirus

Weitere Maßnahmen: Aus für Hochzeiten, Besuchsverbote im Spital

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Wir werden noch weiter zusammenrücken, auf noch mehr verzichten müssen: Die sozialen Kontakte jedes Einzelnen sollen auf ein Minimum reduziert werden. Morgen, Freitag, folgen weitere Maßnahmen.

Die Bundesregierung hat am Donnerstag weitgehende Besuchsverbote in Spitälern und Seniorenheime angekündigt. Ausnahmen solle es nur für Kleinkinder und im palliativen Bereich geben. "Sonst wird das sehr, sehr konsequent gehandhabt werden", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) auf einer Pressekonferenz im Kanzleramt. Er gehe von einem Anstieg der Infektionen in Richtung 400 bis zum Abend aus, sagte er.

Video zum Thema: Nehammer über Massnahmen

Anschober: "Ja, wir sind mitten in einer Krise"

Man habe sich in einer Videokonferenz mit den Gesundheitsreferenten der Bundesländer auf die Besuchsverbote geeinigt. Daneben werde man sich auf einen Ressourcenschonungsplan in den Spitälern konzentrieren. "Die Kernaufgabe ist es, so gut wie irgendwie möglich die Arbeitsfähigkeit der Spitäler aufrechtzuerhalten."

Er richte an alle den Appell, "sich zu schützen". "Das Leben in Österreich und Europa wird sich grundlegend ändern", so der Minister. Und Anschober sagte auch: "Ja, wir sind mitten in einer Krise."

Bis zum Donnerstagabend erwartet der Gesundheitsminister einen Anstieg der Fälle "gegen die Grenze von 400". Derzeit gebe es 361 Erkrankungsfälle. Es gebe "tägliche prozentuale Zuwächse zwischen 31 und 47 Prozent in den letzten Tagen. "Das ist eine exponentielle Entwicklung, diese muss gedämpft werden." Positiv für Anschober: "Wir alle sehen ein blühendes Österreich der Solidarität

Video zum Thema: Anschober über Massnahmen

Coronavirus: Bis zu drei Wochen Sonderurlaub für Eltern

Arbeitnehmer mit Betreuungspflichten für Kinder unter 14 Jahren können von ihren Arbeitgebern bis zu drei Wochen Sonderurlaub bekommen. Die Entscheidung darüber trifft der Arbeitgeber. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei seinem Pressestatement.

"Die Unternehmer entscheiden, ob sie die Mitarbeiter freistellen können." Im Falle einer Freistellung übernimmt der Staat ein Drittel der Lohnkosten in den nächsten Wochen bis Ostern. Wer arbeiten muss, könne seine Kinder weiter in den Kindergarten oder die Schule bringen. Auf keinen Fall dürfen die Kinder zu den Großeltern gebracht werden, sagte Kurz.

Die wichtigsten Maßnahmen, die auch mit der Kirche abbesprochen worden sind: Keine Hochzeiten, Taufen und Erstkommunions-Feiern in den nächsten Wochen. Ebenso wurden die Gemeidneratswaheln in der Steiermark und in Vorarlberg verschoben. Sebastian Kurz: "Wir müssen jetzt Entscheidungen treffen."

Und in einer Antwort auf eine Jozrnalistenfrage bestätigte der Kanzler indirekt, dass am Freitag noch weitere Maßnahmen folgen, die dabei helfen werden, sämtliche sozialen Kontakte zu reduzieren.

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 16:22

Auch morgen wieder Pressekonferenz

Auch am Freitag wollen Kurz, Nehammer und Anschober die Öffentlichkeit wieder über aktuelle Entwicklungen informieren.

 16:17

+++ Bis zu drei Wochen Sonderurlaub für Eltern +++

Arbeitnehmer mit Betreuungspflichten für Kinder unter 14 Jahren können von ihren Arbeitgebern bis zu drei Wochen Sonderurlaub bekommen. Die Entscheidung darüber trifft der Arbeitgeber. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einem Pressestatement Donnerstagnachmittag.

"Die Unternehmer entscheiden, ob sie die Mitarbeiter freistellen können." Im Falle einer Freistellung übernimmt der Staat ein Drittel der Lohnkosten in den nächsten Wochen bis Ostern. Wer arbeiten muss, könne seine Kinder weiter in den Kindergarten oder die Schule bringen. Auf keinen Fall dürfen die Kinder zu den Großeltern gebracht werden, sagte Kurz.

 16:15

+++ Besuchsverbot für Seniorenheime und Spitäler +++

Unsere Spitäler sollen einen Ressourcenplan bekommen. Man müsse Ressourcen schonen ohne den Krankenhausbetrieb zu stören. Zudem sollen eigene Schutzmaßnahmen in Seniorenheime und PSitäler her. Es gilt ein Besuchsverbot für beide Institutionen. Ausnahmen sind nur Kleinkinder.

 16:12

Anschober rechnet noch heute mit insgesamt 400 Verdachtsfälle

Wie der Minister bekannt gibt, gebe es derzeit 361 Verdachtsfälle in Österreich. Die Zahl dürfte bis zum Abend noch bis auf 400 steigen. "Das ist realistisch", so Anschober.

 16:11

Jetzt ist Minister Rudi Anschober am Wort

"Ja, wir haben in Europa tatsächlich gravierende Steierungsraten. Wir haben mittlerweile über 22.000 Infizierte in ganz Europa", so Anschober. "Wir wussten, dass wir Österreich nicht unter eine Glasglocke stecken konnten. Wir wussten das Corona keinen Bogen um uns macht", so der Gesundheitsminister.

 16:10

+++ Bund zahlt bei Dienstfreistellung Drittel der Kosten +++

Bei einer Dienstfreistellung übernimmt der Bund zudem ein Drittel der Kosten.

 16:09

"Verzichten Sie auf Familienfeiern und Feste!"

"Jeder einzelne kann durch das Reduzieren der sozialen Kontakte Menschenleben schützen", so Kurz.

 16:06

Kurz: Kinder nicht zu den Großeltern bringen!

Zudem wiederholt der Bundeskanzler auch, dass Kinder und Jugendliche am Montag nicht mehr in die Schule müssen. Allerdings könnten die Schüler und Schülerinnen sehr wohl in der Schule anwesend sein, sofern die Eltern keine Betreuung für sie finden. Auf keinen Fall dürfen die Kinder zu den Großeltern gebracht werden!

 16:04

Keine Gottesdienste und Gemeinderatswahlen verschoben

Bis spätestens ab Montag sollen die sozialen Kontakte in Österreich auf ein Minimum reduziert werden, so Kurz. Innerhalb der nächsten Wochen werde es keine religiösen Feiern, sowie Gottesdienste geben. Auch die Wahlen in Vorarlberg und der Steiermark werden verschoben.

 16:03

Kurz startet

"Wir erleben das, was auch zu erwarten war, nämlich einen rasanten Anstieg der Zahlen", startet Bundeskanzler Kurz. Er kondoliert auch den Hinterbliebenen des ersten Todesopfers.

 16:03

Es geht los

Kurz, Nehammer und Anschober sind angekommen.

 16:00

Wie geht es weiter?

Gleich geht's los...

 15:47

Was wird kommen?

Welche Schritte nun die nächsten sein werden, ist noch nicht offiziell. Allerdings steht fest, dass es bei Schulschließungen und bei der Einschränkung der sozialen Kontakte nicht bleiben wird. Viele Experten fordern vor allem ein Verbot von Spitalsbesuchen.

 15:44

Herzlich Willkommen

Um 16 Uhr treten Bundeskanzler Sebastian Kurz, Innenminister Nehammer und Gesundheitsminister Rudi Anschober vor die Presse und wollen neue Maßnahmen rund um die Corona-Epidemie in Österreich präsentieren.