Aktion scharf gegen Radler

Politik fordert:

Aktion scharf gegen Radfahrer

Bisher durften Radler mit 0,8 Promille im Blut fahren.

Schluss mit lustig für die Radfahrer – das Lenken eines Zweirads soll bald ebenso strengen Regeln unterworfen sein wie das Fahren eines Autos.

Politiker von ÖVP und SPÖ fordern nun eine strikte 0,5-Promille-Grenze am Fahrrad, ebenso ein Verbot für das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung.

Zweierlei Maß.
Es ist absurd, aber wahr: Derzeit darf sich ein Radler noch bis zu 0,8 Promille betrinken und gleichzeitig mit dem Handy hantieren, bevor er von der Polizei gestoppt werden darf.

Gestern hat sich quasi eine Große Koalition für die Aktion scharf gegen Rad-Rowdys gebildet: Fritz Aichinger, Klubobmann der Wiener ÖVP, und auch sein SPÖ-Kollege Rudi Schicker sprachen sich für neue Bundesgesetze aus. Für Radfahrer sollen schon bald die gleichen Vorschriften gelten wie für Autolenker.

Viele schütteln derzeit den Kopf über die unterschiedliche Gesetzeslage. Der Grund ist einfach, erklärt Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV): „In puncto Alkohol und Handy sind adäquate Regelungen für Radfahrer bei der Verschärfung der Gesetze für Autofahrer einfach übersehen worden. Angesichts des stetig steigenden Radverkehrs ist es aber an der Zeit, über diese Regelungen nachzudenken.“ Das Kuratorium fordert schon seit 1998 (der Gesetzänderung für Autofahrer) eine Verschärfung.

Die Hälfte der Radler fühlt sich auf Straßen unsicher
Gestern präsentierte der Verkehrsclub Österreich eine Umfrage unter 2.500 Radfahrern. Thema: ihre Situation auf der Straße.

  • 51 Prozent fühlen sich im Verkehr nicht sicher.
     
  • Nur 33 Prozent finden, es gebe genug Fahrradabstellplätze in ihrer Stadt.
     
  • Dass genug für Fahrradsicherheit am Wohnort getan werde, finden nur 35 %.
     

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