66-Jahres-Rekord

110.000 Asyl-Anträge bereits überschritten

Seit über 60 Jahren suchten in Österreich nicht mehr so viele Menschen um Schutz.

Die Asylzahlen steigen weiter an. Inzwischen wurde bundesweit die 110.000er-Marke bei den Anträgen geknackt, schreibt der niederösterreichische Asyl-Landesrat Gottfried Waldhäusl in einer Aussendung. Noch würden wöchentlich "weit über 1.000 illegale Wirtschaftsflüchtlinge" über die Grenze kommen, so Waldhäusl. 2015 waren es 90.000 Asylanträge – heuer sind es um 20.000 mehr. "Die schwarz-grüne Bundesregierung bleibt weiterhin bei ihrer Ankündigungspolitik, umgesetzt hat sie bisher noch nichts", kritisiert der Asyl-Landesrat.

66-Jahres-Rekord. Die letzten Höchstwerte der Flüchtlingskrise 2015 sind also schon längst übertroffen, zuletzt waren es 1956 mit 170.679 noch mehr.

Waldhäusl: "Keine neuen Asylquartiere"

Landesrat Waldhäusl weiter: "In Niederösterreich werde ich weiterhin meinen bisherigen Asylweg gehen und meiner Linie treu bleiben. Es wird keine neuen Asylquartiere geben. Die Bundesregierung betreibt immer noch reine Ankündigungspolitik, sie handelt nicht. Denn trotz klirrender Kälte kommen immer noch wöchentlich weit über 1.000 Wirtschaftsflüchtlinge ungehindert über unsere Grenzen. 110.000 Asylanträge alleine im heurigen Jahr, und es ist noch nicht um, zeigen eindeutig das Versagen der schwarz-grünen Bundesregierung. Wer sein Land liebt, beschützt es. Genau das mache ich in Niederösterreich – ich stelle mich schützend vor unsere Landsleute."

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