Franz Koloini

Geldwäsche-Verdacht

Anklage gegen Haider-Sekretär

Haiders Ex-Sekretär Franz Koloini soll Russen Staatsbürgerschaften verschafft haben.

Wo immer Jörg Haider war, fehlte auch Franz Koloini nicht. Der Ex-Kellner aus Villach war persönlicher Referent Haiders, dann Protokollchef in der Kärntner Landesregierung.

Goldene Zeiten, die für den 33-Jährigen vorbei sind. Die Staatsanwaltschaft Wien wird gegen Koloini Anklage erheben, wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft nun bestätigte: Konkret geht es um ominöses Sponsorgeld und Staatsbürgerschaften für zwei russische Millionäre: Koloini muss sich wegen „des Verdachts der Geldwäsche“ verantworten:

2005 benötigte Rennfahrer Patrick Friesacher zwei Millionen Dollar für den Einstieg in die Formel 1.

Das Geld kam zunächst von der Hypo-Alpe-Adria als Vorschuss und dann schließlich von zwei russischen Sponsoren.

Diese erhielten – nach einer Intervention von Ex-FPÖ-Chef Jörg Haider – am 10. Jänner 2007 den Sanktus des schwarz-blauen Ministerrats für die Staatsbürgerschaft.

Koloini bestreitet, dass die Russen gegen Bares die Staatsbürgerschaft erhalten hätten. Fakt ist: Friesachers Formel-eins-Vertrag wurde vorzeitig gelöst und Koloini erhielt 190.000 Euro dafür, die er laut Eigenangabe „dem Jörg übergeben“ habe.

Die Korruptionsstaatsanwälte haben offenbar belastende Beweise. Die Anklageschrift ist fertig. Es gilt die Unschuldsvermutung.
 



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