Rudi Anschober

Coronavirus-Krise

Anschober: "Wir können es schaffen"

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Gesundheitsminister nennt Aushungern des Virus als Ziel 

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Sonntag im Nationalrat zum Zusammenhalten der Österreicher angesichts der Corona-Pandemie aufgerufen. "Es liegt in unserer Hand, dass wir es schaffen, dieses Virus auszuhungern", sagte er. Innenminister Karl Nehmanner (ÖVP) strich die Einsatzfähigkeit der Exekutive hervor.
 
Anschober betonte, dass es einerseits um die Einschränkung der sozialen Kontakte, andererseits um Solidarität mit besonders Schutzbedürftigen gehe. Auch die Spitäler müssten für die kommenden großen Herausforderungen geschützt werden. "Jeder einzelne ist gefragt."
 

Zahlen steigen stark

Der Minister berichtete von den steigenden Zahlen der registrierten Infizierten in Österreich. 206 am Mittwoch, 302 am Donnerstag, 428 am Freitag, 602 am Samstag und 800 heute, Sonntag. Zehn würden derzeit intensivmedizinisch betreut, 98 seien im Spital. Der größte Teil, 85 Prozent, könne zu Hause gepflegt werden, so die gute Nachricht. "Gute Genesung all denen, die jetzt betroffen sind", sagte Anschober.
 
"Wenn wir jetzt alle zusammenhalten", sagte er, "dann können wir das schaffen, dann können wir diese schwere Krise tatsächlich bewältigen."
 
Nehammer betonte, dass die Polizei dem Motto verpflichtet sei, zu schützen, zu helfen und gegebenenfalls auch zu sichern. Man werde auch in fordernden Zeiten die Ordnung aufrechterhalten, sagte er. Die Exekutive verfüge über eine "Durchhaltefähigkeit für mehrere Monate". Er könne den Österreichern vermitteln: "Für Ihre Sicherheit ist 24 Stunden, sieben Tage die Woche gesorgt."
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