Asylwerber Votivkirche

Appell an Fischer

Asyl-Werber: Krach mit Caritas

Die Lage in der von Asylwerbern besetzten Votiv-Kirche spitzt sich zu.

Rund 100 Asylwerber harrten am Donnerstag in der Votivkirche aus – rund 35 sollen sich im Ruhestand befinden. Manche der Hungerstreikenden verweigern nun auch Wasser, was die Situation verschärft. Dass Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) eine Abordnung empfangen hat, reicht ihnen nicht, im Gegenteil: Am Donnerstag attackierten die Besetzer die Caritas, die ja von Anfang geholfen hatte. Sie warfen Caritas-Direktor Michael Landau vor, sie nicht wirklich zu unterstützen.

Caritas-Chef Landau bot Besetzern Quartiere an
Tatsächlich hatte ja Landau den Besetzern angeboten, in Quartiere der Caritas zu übersiedeln. Und die Caritas wünscht sich weiter, dass der Hungerstreik beendet wird, um bleibende Schäden zu verhindern. Das Quartier in der extrem kalten Kirche sei jedenfalls „nicht menschenwürdig“, man wäre deshalb „froh“ über eine Übersiedlung, so Caritas-Sprecher Klaus Schwertner. Hauptproblem: Viele Forderungen der Flüchtlinge wie Asyl für alle Asylwerber ist schlichtweg nicht erfüllbar.
Indes appellierten die Besetzer an Bundespräsidenten Heinz Fischer – der ihnen jetzt helfen soll. Dass der Präsident in die Kirche kommt, ist allerdings mehr als unwahrscheinlich: Fischer sei aber mit Mikl-Leitner schon in Kontakt, hieß es aus der Hofburg.

FPÖ schlägt Kapital aus der Kirchen-Besetzung
Unterdessen versucht die FPÖ, Kapital aus der Besetzung zu schlagen: Wiens FPÖ-Chef Johann Gudenus zeigte die Besetzer bei der Polizei an ...

Diashow: Das fordern die Asylwerber:

"Seit zehn Tagen hungern wir, aber niemand hört uns zu. Wir wollen legal in Österreich bleiben und ganz normal arbeiten."

"Wir sind sechzig Flüchtlinge. Einigen von uns geht es sehr schlecht. Ich fordere eine Lösung für alle - deshalb demonstriere ich."

"Das Asyl-System in Österreich ist schlecht für uns. Sie bringen uns um unsere Zukunft. Wir wollen hier einfach arbeiten."

"Die Polizei-Räumung war doch nur eine Einschüchterungsaktion. Wir wollen gehört werden."



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