ÖVP-Quereinsteigerin

Aubauer: Pensionsrecht mit 56

Ausgerechnet auf der ÖVP-Liste steht mit Gertrude Aubauer eine Kandidatin, die ab Jänner mit 56 Jahren in Frühpension gehen könnte.

Das Antreten für die ÖVP bei der Nationalratswahl hat die Lebensplanung von Gertrude Aubauer (56) verändert: Eigentlich hätte sich die Moderatorin der TV-Sendung „Hohes Haus“ Ende dieses Jahres vom ORF verabschieden wollen, bestätigte sie im Gespräch mit ÖSTERREICH: „Ich wollte mich als Interview- und Medientrainerin selbstständig machen.“

Pension?
Aubauer, die jetzt ein sicheres Mandat im Nationalrat erwartet, hat aber auch anderweitig vorgesorgt. Bereits im Vorjahr habe sie vom ORF das Angebot bekommen, Anfang 2007 das Unternehmen zu verlassen, erzählt sie. Als Frau braucht sie dafür 480 Beitragsmonate zur Pensionsversicherung. Exakt 101 davon werden ihr zu Jahresende noch fehlen. Mit Unterstützung des ORF will sie diese Zeiten jetzt nachkaufen. Ob sie die Pension neben ihrem Abgeordnetengehalt von 7.900 Euro (14 mal im Jahr) beziehen werde, wisse sie noch nicht.

„Keine Vergünstigung“
Aubauer sieht auch keinen Widerspruch zur Linie der ÖVP, die sich die Anhebung des Pensionsalters auf ihre Fahnen geheftet hat: „Ich sehe das nicht als Vergünstigung. Ich habe dafür gearbeitet und bezahlt.“

SPÖ-Mitglied bis 2000
Die künftige ÖVP-Abgeordnete bestätigt gegenüber ÖSTERREICH außerdem, dass sie bis zum Jahr 2000 Mitglied der SPÖ gewesen sei: „Das habe ich nie verheimlicht.“ Der SPÖ beigetreten ist sie wegen Bruno Kreisky, an das Jahr kann sie sich nicht genau erinnern. Der Austritt erfolgte 2000: „Aus Enttäuschung“.



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