Nehammer Auftritt Rede

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Auftrittsverbot für Kanzler in Tirol

Im Landtagswahlkampf plant die Tiroler ÖVP keine gemeinsamen Auftritte.

Wien/Tirol. Am 25. September wählt Tirol. Die Ti­roler ÖVP will in den nächsten Wochen vor allem ihren Spitzenkandidaten und Neo-Obmann Anton Mattle bekannter machen. In der „heißen Wahlkampfphase“ soll Noch-Landeshauptmann Günther Platter nicht auftreten, bestätigte Wahlkampfleiter Martin Malaun. Noch brisanter ist aber der zweite türkise „Abwesende“ im Wahlkampf.

Auftrittsverbot. ÖVP-Chef Karl Nehammer selbst soll von den Tirolern ein „Auftrittsverbot“ auferlegt bekommen haben. Die Tiroler ÖVP muss sich schon jetzt vor einer Wahlschlappe fürch­ten – in den Umfragen stürzt sie auf 29 Prozent ab. Das wäre ein Minus von 15 Prozent zur letzten Wahl vor vier Jahren.

Selbst in Alpbach soll der Kanzler alleine bleiben

Termine. Auf den Kanzler, der selbst aus dem Umfragetief nicht herauskommt, will man daher im Wahlkampf komplett verzichten. „Es sind keine gemeinsamen Auftritte geplant“, heißt es dazu aus dem Büro von ÖVP-Tirol-Chef Anton Mattle gegenüber ÖSTERREICH. Der Bundeskanzler wird zwar das Europäische Forum Alpbach besuchen, aber selbst dort soll es nicht zum gemeinsamen Auftritt kommen. „Das ist derzeit noch in Abstimmung“, so eine Sprecherin des Tiroler VP-Chefs.

Nehammer spricht von »Sommerloch-Debatte«

Funkstille. Am Montag sorgte ein Geheimplan zur Nehammer-Nachfolge für Aufregung in Wiener Politkreisen. Im Hintergrund planen ÖVP-Strategen schon für den Tag X nach Nehammer: Als aussichtsreichste Kandidatin wird dabei VP-Ministerin Karoline Edtstadler gehandelt. Auch Finanzminister Magnus Brunner, WKO-Chef Harald Mahrer und NÖ-LH Johanna Mikl-Leitner werden genannt.

Nehammer selbst reagierte am Montag am Rande des Energiegipfels auf die Ablöse-Gerüchte: „Das ist eine mediale Sommerloch-Debatte.“ ÖVP-OÖ-Chef Thomas Stelzer stellte sich gegenüber ­ÖSTERREICH hinter Nehammer: „Der Bundeskanzler ist unumstritten.“