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Nach Durchsuchungsanordnung der WKStA

Causa Blümel: Jetzt spricht Martina Kurz

Laut Graf-Anwalt eidesstattliche Erklärung: Treffen am 25. Juli 2017 zwischen Novomatic-Chef und Aufsichtsrätin Martina Kurz.

Wien/Gumpoldskirchen. In der Debatte um eine etwaige Namensverwechslung rund um die Ermittlungen gegen Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hat sich am Donnerstag die frühere Novomatic-Aufsichtsrätin Martina Kurz zu Wort gemeldet. Ein Treffen von Novomatic-Chef Johann Graf mit einer Person namens "Kurz" war als einer der Gründe für die Hausdurchsuchung genannt worden. In einer eidesstattlichen Erklärung betont Martina Kurz, dass es sich um einen persönlichen Termin von ihr bei Graf gehandelt habe.

Im Akt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wird von den Ermittlern rund um einen entsprechenden Kalendereintrag vom 25. Juli 2017 von Graf mit "Kurz" laut Medienberichten explizit darauf hingewiesen, dass Grafs Schwiegertochter Martina Kurz heiße, man aber dennoch davon ausgehe, dass es sich um den Kanzler handle.

Grafs Rechtsanwalt wendet sich an die Öffentlichkeit

Am Donnerstag wandte sich nun abermals Grafs Rechtsanwalt Christopher Schrank in einer Presseaussendung an die Öffentlichkeit, um noch einmal zu betonen, dass es sich "bei dem in der Durchsuchungsanordnung der WKStA angesprochenen Termin mit dem Betreff 'Kurz' um eine Besprechung zwischen meinem Mandanten und der damaligen Aufsichtsrätin Mag. Martina Kurz gehandelt hat". Martina Kurz habe dies auch in einer eidesstattlichen Erklärung festgehalten: "Ich war im Juli 2017 Mitglied des Aufsichtsrates der NOVOMATIC AG und hatte am 25.07.2017 um 13:00 Uhr einen persönlichen Termin mit Prof. Johann Graf. Es ist mir ein Anliegen, mit dieser Klarstellung die in den letzten Tagen öffentlich kommunizierte Verwechslung aufzuklären", hieß es in der Aussendung.
 
Die ÖVP kritisiert die WKStA seit Tagen aufs Schärfste und verweist dabei unter anderem auf diesen Aspekt. "Dass es aufgrund einer Namensverwechslung bei einem Kalendereintrag zu einer Hausdurchsuchung bei einem Regierungsmitglied gekommen ist, zeugt von wenig gewissenhafter Arbeit", hatte etwa ÖVP-Klubchef August Wöginger gemeint. Blümel selbst wiederholte bei einer Pressekonferenz am Donnerstag die Kritik an der WKStA nicht und lobte im Gegenteil die "sehr professionelle und sehr sensible Vorgangsweise".
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