Blut, Tränen und dann die Einigung

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Blut, Tränen und dann die Einigung

Schwarzer Freitag. Vor zehn Wochen hatte die Koalition begonnen, das Sparpaket zu schnüren.

Vor vier Wochen kam der Schock: Am Freitag, dem 13. Jänner, stufte Standard & Poor 's die Republik ab. Das Triple A war weg und der Sparbedarf wurde höher.

Eine Runde der "glorreichen" Sechs wurde gegründet: SP-Bundeskanzler Werner Faymann, VP-Vize Michael Spindelegger, Finanzministerin Maria Fekter und die Staatssekretäre Josef Ostermayer und Andreas Schieder sowie VP-Klubchef Karlheinz Kopf.

Fekter erklärte intern: "Wir brauchen mehr."
Vor zwei Wochen erklärte Fekter den Herren: "Wir brauchen 27 Milliarden Euro." Die Verhandlungen verliefen wie eine Hochschaubahn: Vergangenen Samstag "drohte alles zu platzen", erzählt ein VP-Mann. Faymann wollte "Ausnahmen für Pensionisten", Spindelegger "kein Aufschnüren". In einem vertraulichen Gespräch am Sonntag versöhnte sich die Koalitionsspitze.

Koalitionsspitze bremst Strache durch Streich aus
Am Dienstag war sich die Sechser-Runde hinter den Kulissen de facto bereits einig. Nur Beamtengewerkschaftschef Fritz Neugebauer zickte noch ein wenig. Spindelegger wusste da aber bereits, dass Neugebauer am Ende mitspielen würde.

Und so spielte das Regierungs-Duo FP-Chef Strache einen Streich: Erst am Freitagabend wurde die Einigung offiziell verkündet. Strache saß in seinem Ski-Urlaub fest und verpasste alle Fernsehdiskussionen zum Sparpaket.

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