Politik-Insider

Drozda soll SP-Manager werden

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Kern plant Neuaufstellung der SPÖ.

Rollen. In der Öffentlichkeit ist Christian Kern vor allem auf Twitter und Konzerten zu sehen. Im Hintergrund dürfte der SPÖ-Chef aber ebenfalls äußerst aktiv sein. Für eine rote Präsidiumsklausur kommende Woche plant er bereits eine Neuaufstellung seiner Partei:

Mehrere SPÖ-Spitzenrepräsentanten berichten ÖSTERREICH, dass Kern einen neuen Bundesgeschäfts­führer installieren wolle. ­Thomas Drozda, derzeit noch SPÖ-Kanzleramtsminister und damit enger Weggefährte von Kern, soll die Nachfolge von Georg Niedermühlbichler – interimistisch führt bekanntlich Christoph Matznetter die SPÖ-Zentrale – übernehmen.

Oppositionsrolle. Sollte Drozda installiert werden – in der SPÖ könnte man sich mit dieser Entscheidung freilich formal Zeit lassen, bis eine neue Regierung angelobt wird –, soll Drozdas bisheriger Pressesprecher Nedeljko Bilalic offenbar neuer Kommunikationschef der Partei werden. Bilalic hatte diese Funktion bereits 2009 unter der damaligen SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas und war danach auch Pressesprecher von ­Ex-SPÖ-Kanzler Werner Faymann. Kern selbst soll dann als Oppositionschef in das ehemalige Zimmer von Bruno Kreisky in der Parteizentrale in der Wiener Löwelstraße Platz nehmen. Als Pressesprecher soll ihn sein bisheriger Sprecher Jürgen Schwarz begleiten. Da sich Thomas Drozda und seine Leute mit der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle während des Wahlkampfes selten grün waren, ist mit gröberen Veränderungen in der Löwelstraße zu rechnen, berichten Insider.

SPÖ muss neue Linie in Opposition erst finden

Klub. Auch im SPÖ-Klub dürfte es – Kern soll Klubchef, Andreas Schieder geschäftsführender Klubobmann werden – zu Änderungen kommen. Des Kanzlers bisheriger Kabinettschef Christopher Berka soll SPÖ-Klubdirektor werden, wenn man den roten Auguren glaubt.

Kurs. Bei ihrer Präsidiumsklausur müssen sich die Roten freilich auch erst auf eine neue inhaltliche Linie einigen. Drozda gilt als „Pragmatiker“, der auch mit der Linie von SPÖ-Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil während der Wahlkampfzeit sympathisiert hatte, gleichzeitig aber auch eine gute Achse zu Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl aufgebaut hat. Zu erwarten ist wohl eine SPÖ-Linie zwischen diesen beiden Polen.     

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