Kurz und Anschober bei pressekonferenz

Polit-Insider

Polit-Kampf um Impfstoff

Der Konflikt zwischen Kurz und Anschober geht in die nächste Runde.

Pannen. Clemens Martin Auer ist eigentlich ein in der Wolle gefärbter ÖVPler. Der langjährige Sektionschef im Gesundheitsministerium war Chef der politischen Akademie der ÖVP und ist CVler. Für das türkise Kanzleramt ist er freilich dennoch zum Feindbild mutiert, während der grüne Gesundheits­minister ­Rudolf Anschober sich hinter Auer stellt.

Auer hatte sich freilich bereits als Co-Leiter der Ampel-Kommission den Unmut von Sebastian Kurz zugezogen. Damals agierten Anschober und Auer ähnlich wie bei der Impfung, sie ließen sich mit der Erstellung der Ampel bis in den September Zeit,

Beschaffung & Planung. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat freilich das verspätete Impfen. Auer und Anschober  – sie planten wie etwa ihre Kollegen in den Niederlanden, die das freilich öffentlich zugeben – früher mit dem Impfstoff von AstraZeneca. Dieser ist leichter in der Handhabe und erfordert damit weniger logistische Vorarbeiten. Diese wurden in Österreich nicht gemacht. Auer wollte – auch als klar war, dass AstraZeneca später kommt – die über 80-Jährigen weiter mit diesem Impfstoff erst im März impfen.

Das gab auch die neue Direktorin für öffentliche Gesundheit, Katharina Reich, wahrheitsgemäß wieder. Die das offenbar auch nicht hinterfragte. Kurz selbst hatte diese ­Pläne bereits im Dezember hinterfragt. 

Zuletzt wurde eine Ablöse Auers als Impfkoordinator forciert. Anschober stellte sich hinter ihn. Immerhin wusste er ja von Auers Plänen schon länger. 
 
Isabelle Daniel


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