Die Neuen & ihre heimlichen Chefs

Landeschefs besetzten Posten

Die Neuen & ihre heimlichen Chefs

Drei neue Minister bringt die ÖVP-Revolution – hinter ihnen stehen die Landesfürsten. 

Wien. Martin Polaschek (56) heißt der neue Bildungsminister. Wie sein Vorgänger Heinz Faßmann ist er Professor, noch am Freitag trat er als Rektor der Grazer Uni zurück. Auffällig ist die wechselhafte Haartracht des gebürtigen Steirers, die im Internet Furore machte. Und sonst? Der Rechtswissenschafter und Hobbymaler legte in Graz eine makellose Universitätskarriere hin, er gilt als unkonventionell – und als Wunsch des steirischen Landeschefs Hermann Schützenhöfer. Als ÖVP-nahe fiel er bisher aber nicht auf.

Ex-Parteimanager. Beim neuen Innenminister Gerhard Karner (54) ist das anders: Er startete als Pressesprecher von ÖVP-Innen­minister Ernst Strasser, war unter Erwin Pröll lange NÖ-Landesgeschäftsführer und gilt als Mann fürs Grobe. Von Rapid-Fan und Jäger ist ein harter Kurs in Sachen Asyl zu erwarten. Er war Wunschkandidat von Johanna Mikl-Leitner.

Mann im Hintergrund. Ganz anders Magnus Brunner (49): Als Staatssekretär und „Aufpasser“ im grünen Klimaressort blieb er im Hintergrund – jetzt wechselt der Vertraute des Vorarlberger Landeschefs Markus Wallner in die erste Reihe und übernimmt ein 90-

Milliarden-Budget. Brunner, ein passionierter Tennisspieler, startete als Bürochef des Landeshauptmannes und gilt schon lange als ÖVP-Personalreserve.



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