Drozda & Co. setzen sich mit Kritik an "Kulturmontag" in Nesseln

Politik-Inisder

Drozda & Co. setzen sich mit Kritik an "Kulturmontag" in Nesseln

Drozda zog sich den Zorn von Armin Wolf zu. Ein Kommentar.

Rüffel. Der ORF-Kulturmontag hat unversehens ein politisches Nachspiel. ORF-Moderator Martin Traxl philosophierte knapp 15 Minuten lang mit ÖVP-Kulturminister Gernot Blümel – einem studierten Philosophen – über Karl Marx.

Der Auftritt rief prompt Blümels Vorgänger Ex-Minister Thomas Drozda von der SPÖ auf den Plan. Zusammen mit den Kultursprechern der Liste Pilz (Wolfgang Zinggl) und der Neos (Sepp Schellhorn) beklagte er in einem offenen Brief an ORF-General Alexander Wrabetz die „Zusammenarbeit mit der PR-Abteilung des ­Ministers“. Und weiter: „Dieser Kulturmontag hatte den Charakter einer Werbesendung.“
Doch dann kommt’s: Abschließend ­zitieren die drei erbosten Kultursprecher ausgerechnet ORF-Anchorman Armin Wolf: „Journalisten sind die, die ÜBER Ministerien berichten, nicht FÜR ­Ministerien.

Das hätten Drozda & Co. besser nicht getan. Denn jetzt rückte Wolf aus und alles zurecht: „Finde es sehr seltsam und unangenehm, dass Sie für eine polit. Presseaussendung ein Zitat von mir aus dem Kontext reißen und missbrauchen, um einen meiner Kollegen damit zu tögeln“, tweetete der ORF-Mann erbost.

Doch er hat recht: Wolfs Tweet bezog sich auf eine „Reportage“, die das Innenministerium von einer Flüchtlingsabschiebung anfertigen ließ – und nicht auf diverse ORF-Aktivitäten.

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