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"Little Watergate"

Einbruch in Wiener Büro von Mölzer

In das Wiener Büro des freiheitlichen EU-Abgeordneten Andreas Mölzer ist in der Nacht auf Mittwoch eingebrochen worden.

Dies teilte Mölzer per Aussendung mit. Weil keine Wertgegenstände gestohlen wurden, hält Mölzer einen politischen Hintergrund für wahrscheinlich. Er vermutete einen Zusammenhang mit der Kontroverse um die parlamentarischen Mitarbeiter des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf und sprach von möglichen "Querverbindungen zu den Grünen".

"Möglicherweise wollte jemand illegal an Daten gelangen"
In der Debatte um Grafs Mitarbeiter und die Vorwürfe, sie hätten bei einem rechten Internet-Versandhaus Ware bestellt, hatte die FPÖ von "Datenmissbrauch" und gefälschten Daten gesprochen. Mölzer verwies nun auf den "illegalen Zugriff auf Daten von Mitarbeitern meines Parteifreundes", nämlich Graf. "Möglicherweise wollte man durch den Einbruch in mein Europabüro ebenfalls illegal an Daten gelangen", glaubt Mölzer. "Sollte die illegale Datenbeschaffung das Motiv gewesen sein, so mussten der oder die Täter jedoch unverrichteter Dinge wieder abziehen."

Ein anderer Hintergrund könnten auch die angekündigten Demonstrationen gegen den Ball des Wiener Korporationsrings, in dem deutschnationale Studentenverbindungen zusammengeschlossen sind, am 30. Jänner sein, mutmaßt der FPÖ-Politiker. Dagegen hetze seit Wochen die "extreme Linke", diese wiederum habe "Querverbindungen" zu den Grünen, deren Abgeordneter Karl Öllinger "am lautesten die Ablöse der Mitarbeiter Grafs verlangt", so Mölzer.



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