Glawischnig mit 94 Prozent bestätigt

Landesversammlung

Glawischnig mit 94 Prozent bestätigt

Insgesamt erhielt Glawischnig 310 von 345 abgegebenen Stimmen.

Die Entscheidung ist gefallen: Eva Glawischnig führt - wie erwartet - erneut die Landesliste der Wiener Grünen für die Nationalratswahl 2013 an. 94 Prozent der Delegiertenstimmen entfielen am Sonntag auf die Bundessprecherin. Das waren 310 von insgesamt 345 abgegebenen Stimmen. Darüber hinaus gab es 19 Nein-und 16 ungültige Stimmen. Glawischnig stellte sich allein dem Urnengang für den Spitzenplatz. Einen Konkurrenten für die Wahl um Platz eins gab es nicht.

Die Bundessprecherin konnte bei der heutigen Landesversammlung ihr Ergebnis gegenüber ihrer Kür vor der NR-Wahl 2008 deutlich verbessern. Vor vier Jahren erhielt Glawischnig lediglich gut 75 Prozent. "Mein Ziel war es, besser als der Faymann mit seinen 83 Prozent zu sein", witzelte die neue alte Listen-Erste nach der Verkündung des Wahlergebnisses. Kanzler Werner Faymann hatte unlängst beim SPÖ-Parteitag eine deftige Wahlschlappe im Zuge seiner Wiederwahl zum SPÖ-Vorsitzenden hinnehmen müssen und schaffte lediglich 83,43 Prozent an Zustimmung.

Vor dem Wahlprozedere stelle sich Glawischnig - wie alle anderen Kandidaten für die ersten 16 Plätze - den rund 350 erschienenen Parteifreunden im Zuge einer gut fünfminütigen Rede vor. Dabei betonte sie, dass die "Chance, das derzeitige politische System österreichweit umzudrehen, nie so groß wie heute" sei. Derzeit sei "Korruption on bord", die nächste NR-Wahl sei eine Abstimmung über die politische Kultur und die Käuflichkeit. "Wir sind die einzige Alternative zum jetzigen politischen System aus Proporz und Korruption und wir können dieses System auch umdrehen", machte Glawischnig ihren Parteifreunden Mut.

 Insgesamt werden im Rahmen der heutigen 68. Landesversammlung im Haus der Österreichischen Lotterien 16 Listenplätze im Zuge eines mehrstündigen Wahlprozederes vergeben. Bei der NR-Wahl 2008 erhielten die ersten fünf Personen der Wiener Liste ein fixes Ticket für das Parlament. Damals schafften die Grünen 16 Prozent in der Bundeshauptstadt, also fünf Mandate.
 



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