Bargeld-Affäre

FPÖ mit Frontalangriff auf ukrainischen Botschafter

Die FPÖ wirft dem ukrainischen Botschafter in Österreich Undankbarkeit vor. Thema ist auch der gestoppte Bargeld-Panzertransport in Ungarn.

Vor versammelten Journalisten legte FPÖ-Mediensprecher und Nationalratsabgeordneter Christian Hafenecker gegen den ukrainischen Botschafter in Österreich los. Er warf Vasyl Khymynets Undankbarkeit vor. Denn laut Hafenecker hatte der Botschafter "die FPÖ und somit ein Drittel aller Österreicher" beleidigt.

Der Botschafter hatte jüngst auf X gepostet: „Jeder, der die Lügen der ungarischen Staatsmacht verbreitet, steht auf der Seite des Diebes. Und der Dieb ist der ungarische Staat.“

Der FPÖ-General sagt: "Das Posting war genau gegen uns gerichtet. Er bezichtigt damit immerhin die stärkste Partei des Landes und damit ein Drittel der Bürger des Landes der Lüge."  

Hafenecker fährt fort: "Es geht um Bürger, die 100.000 seiner Landsleute einen sicheren Hafen gewähren, mit Vorrechten, die österreichischen Staatsbürgern nicht zustehen. Auf der einen Seite 100.000 Ukrainer im Land, auf der anderen Seite schon zwei Milliarden Hilfsgelder an die Ukraine gezahlt."

 

 

 

Der Botschafter schrieb auf X zum beschlagnahmten Geldtransport in Ungarn weiter: "Der Geldtransport wurde im Rahmen internationaler Rechtsnormen organisiert. Dafür gibt es Belege."

Die FPÖ tobt wegen der "Bargeld-Transporte für Ukraine. Jetzt gibt es Geldwäscheermittlungen in Ungarn nach dem Panzerwagen-Transport mit 82 Millionen aus Österreich. Die Ukraine spricht davon, dass das Geld von Raiffeisen stamme. 

40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 kg Gold 

Die ukrainische Staatsbank hatte mitgeteilt, ihre Mitarbeiter hätten 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 kg Gold bei sich gehabt. Laut Bank zeige ein GPS-Signal, dass sich ihre Fahrzeuge nun in der Nähe eines Gebäudes des ungarischen Sicherheitsdienstes in Budapest befänden. „Der Transport der Gelder und Wertgegenstände erfolgte durch die Oschadbank im Rahmen und gemäß einer internationalen Vereinbarung mit der Raiffeisen Bank, Österreich“, erklärte die Oschadbank in einer Stellungnahme. „Die Fracht wurde gemäß den internationalen Transportvorschriften und den geltenden europäischen Zollverfahren abgefertigt.“

Raiffeisen International lehnte auf Anfrage von Reuters eine Stellungnahme zu dem Sachverhalt unter Berufung auf das Bankgeheimnis ab.

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