FPÖ stellt neue Plakate vor

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FPÖ stellt neue Plakate vor

Die "Nächstenliebe"-Kampagne der FPÖ sorgte zuvor für Aufregung.

"Weil ich an EUCH glaube" sagt FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache den Wählern in der dritten Wahl-Plakat-Welle - finanziert von der Partei, wie er am Donnerstag bei der Präsentation versicherte. In Fortsetzung der "Nächstenliebe"-Kampagne widmen sich zwei weitere Plakate der Integration und dem Thema Soziales. Letzteres will die FPÖ auch zum Thema einer Nationalrats-Sondersitzung machen, gab Strache bekannt.

Der FPÖ-Chef hat hinsichtlich der Wahlkampf-Finanzierung ein "reines Gewissen": Denn die Plakate würden, wie aus dem Impressum hervorgehe, von der Partei bezahlt. Dass der Klub Inserate finanziere, sei gesetzeskonform. Er sei Klubobmann und die Information in den Inseraten betreffe die Klubarbeit, betonte Strache - anders als bei den SPÖ-Plakaten mit Kanzler Werner Faymann, der nicht Mitglied des Klubs sei. Wohl um das zu unterstreichen, wird in einem neuen Inserat auf "Anträge der FPÖ im Parlament" verwiesen.

Schärfer als die SPÖ griffen Strache und sein Generalsekretär Herbert Kickl aber die Grünen an. Sie haben die Diskussion mit ihren Vorwürfen gegen die SPÖ ins Rollen gebracht - selbst aber, wie sie betonen, auf ein Impressum auf ihren Plakaten vergessen. Für Strache besteht aber "die große Verdachtslage, dass das nicht zufällig" geschehen sei - sondern man sich die Möglichkeit offen gelassen hat, die eine oder andere Rechnung doch dem Klub zu übertragen, wie Kickl konkretisierte. Er attestierte den Grünen "Scheinheiligkeit und Pharisäertum". Und hielt ihnen außerdem vor, in Kärnten die selbe Praxis der SPÖ (wo der Landtagsklub Plakate mit Parteichef Peter Kaiser finanziert habe) gut zu heißen.

Strache und Kickl traten für eine "Nachschärfung" des Gesetzes ein. Diesem habe die FPÖ nicht zugestimmt, weil sie es für ein "Kasperltheater" gehalten und die vielen "blinden Flecken" gesehen habe - die wohl bewusst eingebaut worden sein. Strache wäre dafür, bei der Wahlkampffinanzierung auf die Trennung zwischen Partei und Klub zu verzichten. Denn es sei ja auch im Interesse des Klubs, für die Wahl zu werben, um danach weiter zu bestehen.

Auf ihren Plakaten für die "heiße Phase" des Wahlkampfes bleibt die FPÖ der Liebe treu, "Aus Liebe zu Österreich", ist zu lesen, rund um ein Stimmzettel-Kreuz für die FPÖ. Die "Kampagne der Nächstenliebe" - für die Österreicher, wie Strache unterstrich - werde verdichtet und konkretisiert. Mit einem Slogan, den Generalsekretär Herbert Kickl nicht als "Ausländerwahlkampf", sondern im Sinn der "Inländerfreundlichkeit" verstanden haben will: "Integration ist Pflicht, Verweigerung wollen wir nicht". Und einer"Kampfansage an die SPÖ" - "Gehälter und Pensionen müssen sich wieder lohnen".

Außerdem bietet die FPÖ jetzt noch eine App auf, mit News, Fotos, FPÖ-TV, Wahlprogramm und Terminen. Und auch die FPÖ macht einen Wettbewerb: Das schönste "Bild mit HC" wird mit "etwas Nettem" belohnt, kündigte Strache an.

Alles andere als nett äußerte er sich über die Mitbewerber - und gab auch eine Interpretation für den Wahlsonntag vor: Angesichts der großen Konkurrenz "zählt jeder Gewinn doppelt". Strache unterstrich die Rolle der FPÖ als "einziger Herausforderer" der Regierung - während Grüne und das Team Stronach nur "rot-schwarze Lebensverlängerer" seien. Zwischen ihm und SPÖ-Spitzenkandidat Werner Faymann spiele sich "in Wahrheit das Kanzlerduell" ab, ÖVP-Chef Michael Spindelegger sei nur ein "gschamster Diener".

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