Finanzierung steht

Haider-Schau im Nazi-Stollen ist fix

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© APA

Die Sonderausstellung zum Gedenken an den verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider wird wie geplant in Angriff genommen.

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Für Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (BZÖ) ist die Sache fix: Das Haider-Museum im umstrittenen Klagenfurter Bergbaumuseum wird am 10. Oktober eröffnet und ist finanziell gesichert. Scheider: "Die Gelder für den Bau sind im Kulturbudget verankert.“ Ein Antrag für die Finanzierung wurde deshalb laut Scheider gar nicht erst in den Stadtsenat eingebracht - zum Ärger der Opposition.

80.000 Besucher erwartet – 5 Euro Eintrittskosten
Rund 80.000 Euro soll der Umbau des Museums zu einer Pilgerstätte für Haider-Fans kosten. "Ich gehe davon aus, dass es international für Aufsehen sorgen wird“, so der Bürgermeister. Bis 26. Jänner 2010 - dann wäre Haider 60 Jahre alt geworden - soll die Ausstellung jedenfalls täglich geöffnet sein. Bei großem Erfolg könnte sie auch zur Dauereinrichtung werden. Geplant sind derzeit 5 Euro Eintritt. 80.000 Besucher werden erwartet - das wäre dann ein nettes Körberlgeld für das Stadtbudget.

Auch Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler ist vom Erfolg der Haider-Pilgerstätte überzeugt: "Hier wird der Aufstieg des Menschen Jörg Haider zu sehen sein - vom Kind bis zum außergewöhnlichen Politiker.“

Vom Schaukelpferd bis zu den Jogging-Schuhen
Zu sehen sein werden neben Haider-Fotos auch seine Jogging-Schuhe, sein Schaukelpferd oder auch Gegenstände, die Haider-Fans an die Ausstellungsmacher gespendet haben. Dörfler: "Ein Bursch hat uns eine Schaufel mit Haider-Autogramm gegeben. Mit dieser Schaufel hat Haider den Spatenstich für einen Tunnel gemacht.“

Dass Menschen aus ganz Europa hinpilgern werden ist für Dörfler fix: "Auch bei der Unfallstelle hat ein Trauerbesuchs-Tourismus eingesetzt. Täglich kommen so viele Leute aus Deutschland, Italien, der Schweiz und natürlich Österreich hin, dass jetzt Parkplätze neu dazu gemacht werden müssen.“

Aufregung um den Nazi-Hintergrund des Museums
Die Aufregung um den Ort der Ausstellung - einen ehemaligen Schutzstollen der Nazis - verstehen die BZÖ-Politiker nicht. Am Montag hatte der ORF in seiner Kultursendung die braunen Hintergründe des Schutzstollens angeprangert. Dörfler: "Die ORF-Kultur-Schickeria weiß wohl nicht, dass aus diesem Stollen die RAVAG, also die Vorgängerin des ORF, ihre ersten Sendungen ausgestrahlt hat. Jämmerlich.“

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