Nach "ZiB2"-Eklat
Hass-Botschaft gegen Armin Wolf
Auch mehr als eine Woche nach dem Vilimsky-Auftritt in der "ZiB2" haben sich die Wogen um ORF-Star Armin Wolf noch immer nicht geglättet. Nun bekam der Moderator eine unfassbare Hass-Botschaft eines (enttäuschten) Zusehers. Wolf selbst teilte diesen auf Twitter.
„Mir platzt der Kragen“, beginnt die Hass-Botschaft noch relativ nüchtern. Was dann kommt, ist unfassbar und jenseits jeglichen Geschmackes. „Wolf soll sich schleichen. Du verdammte Judensau, begib dich in ein KZ! Dort ist DEIN Platz!!“, wird der ORF-Moderator beschimpft. „Dieses Wolfsche Schwein diskriminiert um UNSER Geld UNSERE demokratisch gewählten Politiker, in einer zynischen Art, die UNERTRÄGLICH ist.“ Der Hass-Zuschauer wettert abschließend noch gegen die GIS-Gebühr. „Wer für so einen Scheiß zahlt, ist selbst schuld.“
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Verfasser bekannt
Wolf selbst zeigte sich schockiert über die Nachricht. „Ich habe in meinem Leben nicht so viele Mails bekommen, wie in den letzten Tagen. Es sind tausende. Praktisch alle sind supernett - aber es gibt auch ein paar sehr spezielle Kunden. Dieses zB kam heute unter vollem Namen von einer real existierenden Mail-Adresse“ schreibt der ORF-Star. Dabei überlegt der Moderator sogar den Namen des Verfassers zu outen, lässt dann aber davon ab. „Ich hätte ja große Lust, Namen und Website des Absenders zu veröffentlichen (er malt wirklich absurd schlechte Bilder). Aber dann fallen mir @sigi_maurer & der Bierhändler ein und ich denk mir: Schad um die Lebenszeit...“
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Wolf: "Kurz ist der begabteste politische Kommunikator"
Armin Wolf sprach mit der deutschen „Welt“ über die Pressefreiheit und Journalismus. Wolf freue sich über das positive Feedback aus Deutschland, speziell über die Solidaritätsbekundungen der bürgerlichen Bewegungen.
Die österreichische Pressefreiheit sehe er nicht gefährdet und man müsse "schon die Kirche im Dorf lassen": In Österreich werden Journalisten weder körperlich bedroht noch eingesperrt. Kritisch äußerte er sich dazu, dass nicht die Medien, für die Journalisten tätig sind, angegriffen werden, sondern die Journalisten selbst.
Ausnahmepolitiker Kurz
Im Gespräch mit der "Welt" verriet er auch, dass er Sebastian Kurz für den begabtesten politischen Kommunikator hält, den er je erlebt habe. Er sei ein Ausnahmepolitiker, aber ein schwieriger Interviewpartner, weil er "kontroverse Standpunkte so kommunizieren kann, dass es viele Menschen nicht als offensiv wahrnehmen "würden.
Zu den Vorwürfen und Attacken der FPÖ, dass er eine "links-linke" politische Einstellung habe, nahm er folgendermaßen Stellung: "Für alle, die am Nordpolarkreis leben, ist fast die ganze restliche Welt im Süden. Wahrscheinlich stehe ich, wie die meisten Österreicher, links von der FPÖ. Über meinen konkreten Standpunkt sagt das allerdings sehr wenig aus. Könnte Dänemark oder auch Madagaskar sein. Ist alles vom Nordpolarkreis aus südlich."
Seine Interviewführung verglich er mit einem "Kindergeburtstag"
Armin Wolf versprach, dass er seine medialen Aktivitäten auf Twitter und Co. nicht einstellen werde, und dass seriöse Journalisten alle Kanäle wahrnehmen sollten, die sie können.
Über seinen eigenen Interview-Stil sagte Wolf, dass er "bei der BBC bloß ein Kindergeburtstag" wäre.
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