Rendi-Wagner

Heute wählen 350 Deligierte Rendi

Rendi startet Wahlkampf

Im Wiener Museumsquartier eröffnet die SPÖ heute ihren inoffiziellen Wahlkampf. 

Im Wiener Museumsquartier wollen die Roten heute endgültig ihre Reihen schließen und laut Eigenangaben ihre „Aufholjagd“ starten. Dort soll heute schließlich der SPÖ-Bundesparteirat mit 350 SPÖ-Delegierten – weitere 150 Gast-Delegierte werden erwartet – steigen, der zugleich auch den inoffiziellen Wahlkampfstart für die SPÖ einläuten soll.

Die Roten werden einerseits ihre Liste – mit Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner – andererseits ihr Wahlprogramm wählen. Die SPÖ-Chefin, die im Museumsquartier auch eine rund 45-minütige Rede halten soll, kann sich auf viel rote Zustimmung freuen. Trotz schlechter Umfragedaten – die SPÖ liegt bei 22 Prozent – will die SPÖ signalisieren, dass sie den Kampf um die Nationalratswahl am 29. September noch nicht aufgegeben hat. Im Gegenteil.

Social Media und starke Werbung soll SP helfen

Dabei setzt die SPÖ nun auch auf externe Experten. Die renommierte FehrAdvice-Agentur aus der Schweiz – die bereits dem Schweizer Rundfunk gegen das Gebühren-Aus zum Sieg verholfen hatte – hat den Social-Media-Wahlkampf (siehe unten) für die SPÖ konzipiert.

Ab Dienstag tourt Rendi zum zweiten Mal durch alle Bundesländer. Neben SP-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda und Wahlkampfleiter Christian Deutsch soll nun aber auch Werbe-Profi Luigi Schober Rendi-Wagner beraten. Dieser – er hatte einst die Werbung für die ÖVP, 2006 dann für Ex-SP-Chef Alfred Gusenbauer die Werbelinien für Wahlkämpfe konzipiert – dürfte auch für die neue „Mut“-Kampagne der SPÖ verantwortlich sein. Schober hatte 2006 freilich einen „Napalm-Wahlkampf der SP“ angekündigt.

(I. Daniel)

 

Rote wollen auf Social Media gewinnen

Nicht nur auf der Straße, auch im Netz will Rendi-Wagner im Wahlkampf präsenter sein.

Die SPÖ will nun auch im Internet zu den Social-Media-Profis ÖVP und FPÖ aufschließen. Dank neuer Agentur – FehrAdvice – glauben sie, den Turnaround auch geschafft zu haben. Laut SPÖ-Angaben hätten sie etwa Sebastian Kurz (ÖVP) zumindest in Sachen Interaktionen auf Face­book & Co. bereits überholt: 500.000 waren es bei Rendi in den letzten vier Wochen (ein Plus von 1,3 %), 275.000 bei Kurz. Hier will die SP weiter Gas geben.

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