Hofer

BP-Wahl

Hofer zwischen Euphorie und Panik

Der blaue Kandidat fühlte sich bereits als sicherer Sieger – dann war wieder alles offen.

Schon vor 13 Uhr war Norbert Hofer daheim in Pinkafeld in Feierstimmung. Die ersten Ergebnisse, die aus burgenländischen Gemeinden eintrudelten, sagten ihm noch einen Erdrutschsieg voraus.

Erstes Interview: »Werde 
Amt kraftvoll ausüben«

Im Auto, auf dem Weg nach Wien in sein Parlamentsbüro, gibt er bereits ein ­erstes Sieger-Interview. „Ich werde mein Amt unauf­geregt und kraftvoll ausüben“, sagt er zu ÖSTERREICH-Redakteurin Isabelle Daniel.

Gegen 16 Uhr kippt die Stimmung, als die Umfrage-Institute ihre Prognosen revidieren. Hofers Vorsprung auf Alexander Van der Bellen schmilzt minütlich – keine Rede mehr von einem Erdrutsch-Sieg.

In der blauen Parteizentrale werden die Gesichter immer länger. Das Buffet mit Fleischlaberln und Bier bleibt vorerst unangetastet.

Norbert Hofer hat sich in sein Büro im Parlament zurückgezogen. Mit dabei seine Frau Verena, seine Tochter Anna-Sophie (12) und Parteichef Heinz-Christian Strache. Die Stimmung fällt auf den Nullpunkt, als der ORF die erste Hochrechnung präsentiert: Sein Vorsprung auf Van der Bellen beträgt nur mehr 0,4 Prozent.

„Ich erlebe derzeit wirklich alle Höhen und Tiefen, die ein Politiker mitmachen kann“, sagt er gegenüber ­ÖSTERREICH.

Parteichef Strache klopft ihm stumm auf die Schulter und verabschiedet sich in die Hofburg zum ORF-Interview.

In der Parteizentrale geht das große Zittern los. Um 18 Uhr steht’s 50:50. Schließlich ist klar: Entscheidung vertagt. Nach dem Abendessen mit der Familie geht’s für Hofer zur Party ins „Alpendorf“ im Prater, wo die John-Otti-Band den Ententanz spielt. Die Stimmung bleibt dennoch angespannt.

Video zum Thema: Norbert Hofer feiert in der Prateralm



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