Köstinger Hofer verkehr E-Autos

Wirbel nach ÖSTERREICH-Interview

Köstinger vs. Hofer: Streit ums Tempo

Hofer müsse über sein Ressort 7,2 Millionen Tonnen CO2 einsparen, so die Ministerin.

Nur kein Streit, ist der wichtigste Leitsatz der Bundesregierung. Doch nach einem ÖSTERREICH-Interview von FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer ging ÖVP-Umweltministerin Elisabeth Köstinger in die offene Konfrontation.

Hofer hatte angekündigt, weitere Tempo 140-Testrecken, etwa in Salzburg, zu prüfen: „Wichtig ist, dass wir auf zwei-, drei- und mehrspurigen Autobahnen testen“, so Hofer.

Köstinger: "Hofer muss 7,2 Mio. Tonnen CO2 einsparen"

Köstinger machte daraufhin klar, dass sie diese Pläne nicht akzeptieren würde. „Noch sind es zwei Teststrecken und nicht mehr“, sagte sie im Nachrichtenmagazin profil. Sie kämpft vor allem gegen den erhöhten Schadstoff-Ausstoß: „Verkehrsminister Norbert Hofer muss über sein Ressort bis 2030 nicht weniger als 7,2 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Er ist da in der Pflicht“, so Köstinger deutlich in Richtung Verkehrsminister.

Ihre Reaktion fällt wesentlich schärfer aus als bei Einführung der ersten beiden Teststrecken. Damals wollte sie die Evaluierung abwarten.

Hofer: "Positive Zwischen-Bilanz nach ersten Tests"

Auf Köstingers aktuelle Kritik reagiert Minister Hofer mit dem Verweis auf die Testergebnisse: Bei einer ersten Zwischenbilanz habe man „positive Zahlen“ präsentieren können, die CO2-Mehrbelastung sei bei ein bis zwei Prozent gelegen, bei den Unfallzahlen gab es einen Rückgang.

Hofer: „Warten wir die Endergebnisse des Tests ab. Dann sehen wir weiter. Aktuell sieht es sehr gut aus, und auch die Rückmeldungen sind positiv.“



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