KPÖ "strampelt" sich ab

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KPÖ "strampelt" sich ab

Bei der letzten Nationalratswahl reichte es nur für 0,76 Prozent der Stimmen.

Die KPÖ hat drei Tage vor der Nationalratswahl kräftig in die Pedale getreten, um für den Einzug ins Parlament zu werben. Mit fünf roten Fahrradrikschas sind Spitzenkandidat Mirko Messner und seine Parteikollegen am Donnerstag vor das Parlament gefahren. "Die KPÖ strampelt sich für soziale Gerechtigkeit ab", sei die Botschaft, erklärte Bundeskoordinator Florian Birngruber. "Wir wollen da rein", betonte Messner mit Blick auf das Parlament.

"Wenn alle Menschen, die sich eine Vertretung durch die KPÖ im Parlament wünschen, uns auch wählen, dann haben wir es geschafft", meinte Messner, der sich eine Rikscha mit Jennifer Zach, die auf Platz zwei der Bundesliste kandidiert, teilte. Er habe ein gutes Bauchgefühl, dass die Partei zumindest ein besseres Ergebnis als bei der letzten Nationalratswahl (0,76 Prozent, Anm.) einfahren werde.

Die Kernforderungen der Partei seien die Umverteilung von oben nach unten, gleiche Rechte für alle Menschen und der Stopp von Privatisierungen, erklärte Didi Zach, Chef der Wiener KPÖ. "Die KPÖ kennt den Weg", sagte Messner. Die Partei trete dafür ein, "den Spalt zwischen zugenommener Produktivität und gleichbleibenden beziehungsweise sinkenden Löhnen zu beheben", indem sie einen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde und eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden fordert. Auch für einen "massiven Ausbau" der Kinderbetreuungseinrichtungen sprach sich Messner aus, "damit sich Frauen nicht für prekäre Arbeitsplätze entscheiden müssen". Außerdem forderte er eine soziale Steuerreform, die Schluss mache mit der Entlastung des Kapitals und die Rücknahme der Gesundheits- und der Pensionsreform.

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