Kurz: "Europa braucht neue Afrika-Strategie"

Kanzler im Interview mit ÖSTERREICH

Kurz: "Europa braucht neue Afrika-Strategie"

Anfang Dezember soll es einen Gipfel zum Thema „Hilfe vor Ort“ geben. 

ÖSTERREICH: Sie fliegen noch vor dem Salzburg-Gipfel nach Madrid, Paris und Berlin. Warum?

Sebastian Kurz: Es geht uns darum, eine neue Afrikastrategie der Europäischen Union zu entwickeln. Wir werden Anfang Dezember einen Gipfel zum Thema „Hilfe vor Ort“ abhalten. Das muss mit den wichtigsten Partnern in der EU besprochen werden.

ÖSTERREICH: Zwei Milliarden Menschen leben in Afrika, viele wollen nach Europa. Wie wollen Sie die aufhalten?

Kurz: Neben einem gemeinsamen Außengrenzschutz ist es unsere Verantwortung, Afrika bestmöglich zu unterstützen. Das gelingt nur durch neue Formen der Zusammenarbeit. Man darf hier nicht nur auf klassische Entwicklungszusammenarbeit setzen, sondern es braucht Unternehmenspartnerschaften, Firmen, die vor Ort Ausbildungsplätze schaffen und eine nachhaltige Entwicklung sicherstellen. Darüber hinaus gilt es, mit neuen Technologien und Innovationen den afrikanischen Kontinent besser zu unterstützen.

ÖSTERREICH: Militäreinsätze haben da keinen Platz?

Kurz: Selbstverständlich nicht. Wenn es militärische Aktionen gibt, dann nur gut abgestimmt mit Partnern vor Ort. Peacekeeping-Missionen, Blauhelmeinsätze, die von Österreich unterstützt werden.

(wek)

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