Kurz legte in Moskau Kranz nieder

70 Jahre Kriegsende

Kurz legte in Moskau Kranz nieder

Minister besuchte auch Gedenkstätte für ermordeten Kremlkritiker Nemzow.

Kurz vor der großen Parade zum 70. Jahrestag des Weltkriegsendes in Moskau hat Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag beim Grabmal des unbekannten Soldaten am Kreml einen Kranz niedergelegt. Es gehe ihm darum, "den Opfern des Zweiten Weltkriegs zu gedenken, ohne sich bei den Feierlichkeiten instrumentalisieren zu lassen", sagte er vor Journalisten.

Absage "richtig"
Deswegen hält Kurz die Absage von Bundespräsident Heinz Fischer "für richtig". Viele westliche Politiker haben die Einladung zur Teilnahme an der großen Siegesfeier am 9. Mai als Protest gegen das russische Verhalten im Ukraine-Konflikt abgesagt. Gerüchten zufolge sollen auch Krim-Soldaten an der Militärparade teilnehmen. Diese wird von Kritikern als Abfeiern eines Militärs verstanden, das zum Teil für die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland verantwortlich ist.

Russland feiert den Sieg über Nazi-Deutschland jedes Jahr. Dieses Jahr wird die Feier aber deutlich größer. Seit zwei Wochen wird dafür geprobt: Soldaten marschieren auf, Panzer rollen über den Roten Platz, Kampfflugzeuge fliegen über die Stadt. Putztrupps säubern die Straßen, die mit roten und orangefarbenen Fahnen geschmückt ist.

Gedenken an Nemzow
Am Nachmittag legte Kurz Blumen an der Stelle nieder, wo der russische Oppositionelle Boris Nemzow ermordet wurde. Der 55 Jahre alte Kreml-Kritiker war Ende Februar auf der Großen Moskwa-Brücke direkt vor dem Kreml erschossen worden. Kurz trifft außerdem mit russischen Menschenrechtsaktivisten zusammen.



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