Sebastian KURZ

Reform gefordert

Kurz stellt Bedingungen für Pensionserhöhung

Der Integrations-Staatssekretär will das tatsächliche Antrittsalter steigen lassen.

JVP-Obmann und Integrations-Staatssekretär Sebastian Kurz fordert, dass die von den Seniorenvertretern gewünschte Anpassung bei den Pensionen an Reformen geknüpft wird. Wer eine Erhöhung fordert, müsse auch über Reformen diskutieren, erklärte Kurz am Freitag. Diesen Appell richtet er an "alle, die sich damit auseinandersetzen". Gefordert ist aus seiner Sicht etwa eine Erhöhung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters.

"Beängstigend"
"Wir haben wieder die Situation, dass die Pensionistenvertreter eine Pensionserhöhung verlangen. Das ist nicht überraschend jeden Sommer so. Überraschend und beängstigend aber ist, wie die Diskussion geführt wird. Die Forderung nach einer Erhöhung ist sehr laut, beim Thema Stabilisierung des Pensionssystems ist es aber sehr leise geworden", meinte der JVP-Chef.

Kosten steigen
Kurz verwies darauf, dass die Lebenserwartung schneller steigt als vorausgesehen. Bereits 2020 soll sich die Zahl der 55- bis 65-Jährigen auf 1,3 Millionen belaufen und bis zum Jahr 2050 sei mit einem Verhältnis der Erwerbstätigen und der Über-60-Jährigen von Eins zu Eins zu rechnen.

Die Stabilität des Systems ließe sich nur durch Reformen aufrechterhalten. So drängt der JVP-Obmann etwa auf die Steigerung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters und ein "möglichst rasches" Auslaufen der Hacklerregelung. Auch sollte der "teilweise Missbrauch" bei den Invaliditätspensionen eingedämmt werden.

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