Twitter-Schlammschlacht eskaliert
Leakte WKStA Geheim-Akten an Klenk?
Wien. Die Schlammschlacht um die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft eskaliert immer mehr. Nun gerät die Rolle von Falter-Chefredakteur Florian Klenk ins Visier. Plagiatsjäger Stefan Weber hatte auf Twitter geoutet, dass Klenk ihm den vertraulichen, ungeschwärzten Ermittlungsbericht der WKStA per WhatsApp geschickt hatte. Der Exxpress berichtet nun, dass eine Detektei und IT-Sachverständige jetzt ermitteln, ob diese geheimen Akten direkt von der WKStA an Klenk weitergegeben wurden. Konkret sollen die Experten nun die Metadaten des Akts auswerten, aus denen ersichtlich ist, ob der Bericht von der WKStA oder von einem Anwalt eines Beschuldigten an den Falter-Chefredakteur geleakt wurden. Oder hat gar ein Staatsanwalt selbst den Akt an Klenk rausgespielt?
"Express" wirft Klenk mögliches "Gegengeschäft" vor
Der Exxpress, mit dem sich Klenk seit Tagen einen regelrechten Twitter-Krieg liefert, stellt in seinem Bericht einen schweren Vorwurf gegen den Falter-Chef in den Raum: "Kamen die Aktenteile nur zu Klenk, weil sich das Ermittler-Team eine 'passende' Berichterstattung erwartet haben könnte, in der mehr Belastendes als Entlastendes verbreitet wird?" Der Express schreibt in diesem Zusammenhang sogar von einem möglichen "Gegengeschäft".
Sollte der Akt tatsächlich aus der WKStA geleakt worden sein, besteht jedenfalls der Verdacht des Amtsmissbrauchs und der Anstiftung zum Amtsmissbrauch. Es gilt die Unschuldsvermutung.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden