Präsidentschaftskandidat

Lugner: Wir machens wie Trump"

Society-Baumeister hat sich entschieden – und tritt noch einmal an.

Das Rennen um die Hofburg ist um einen weiteren Kandidaten bunter geworden – Baumeister und Society-Größe will es mit 83 Jahren noch einmal wissen. „Meine Frau und ich treten gemeinsam für die Hofburg-Wahl an – ich als Bundespräsident, sie als First Lady“, proklamiert er im ÖSTERREICH-Interview.

Nicht zu übersehen: In den USA fährt der Bauunternehmer und Polit-Quereinsteiger Donald Trump bei den Vorwahlen zum Präsidentenamt einen Erfolg nach dem anderen ein. Kassiert immer mehr Wutbürger-Stimmen. „Wir orientieren uns am Wahlkampfstil von Trump“, bestätigt Lugner.

Seine 26-Jäh­rige soll seinen Wahlkampf managen und mit ihm gemeinsam an- und auftreten: „Alle anderen verstecken ihre First Ladys – ich nicht“, so Lugner zu ÖSTERREICH.

Ergebnis einer aktuellen Gallup-Umfrage:

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Lugner: Wir machens wie Trump
× Lugner: Wir machens wie Trump

»Wie wir ausschauen, meine Frau und ich, ist bekannt«

In der aktuellen Präsidentenumfrage des Gallup-Instituts für ÖSTERREICH – 400 Befragte; 2. bis 4. Februar – kommt der Polit-Baumeister auf 7 Prozent. 1998, bei seinem Erstversuch, in die Hofburg zu gelangen, war er auf 9,91 Prozent gekommen. Laut einer eigenen Umfrage, die er jüngst beauftragte, liegt er schon bei 10 Prozent – nur noch knapp hinter VP-Kandidat Andreas Khol. 

Trump-Wahlkampf, dafür aber keine Plakate

Mit welchen Themen er punkten möchte, wird Lugner heute bei einer Pressekonferenz bekannt geben. Allerdings hat er schon Sympathien für den US-Kandidaten Donald Trump durchscheinen lassen. Auf Plakate will er verzichten, wie er ÖSTERREICH erklärt: „Wie wir ausschauen, meine Frau und ich, ist bekannt …“

ÖSTERREICH: Weshalb treten Sie an?
Richard Lugner: Aufgrund der Umfrage-Werte. Laut Humaninstitut liege ich bei 10 Prozent. Das war die Voraussetzung. Außerdem ist der Fasching vorbei.
ÖSTERREICH: Was sagen Sie zum Triumph von Trump?
Lugner: Der Trump ist ein erfolgreicher Unternehmer. Nicht umsonst gibt’s den Trump Tower in der Fifth Avenue. Er betreibt ­einen bunten Wahlkampf, auch wenn er übertreibt und überzeichnet. Aber sein Wahlkampfstil ist schon etwas, an dem wir uns orientieren.
ÖSTERREICH: Wie wird Ihr Wahlkampf ausschauen?
Lugner: Der Kartnig hat mich angerufen, um mit mir über Plakate zu reden. Aber ich hab ihm gesagt, dass ich die österreichische Landschaft nicht mit Plakaten verschandeln will. Wie wir ausschauen, meine Frau und ich, ist bekannt.
ÖSTERREICH: Cathy Lugner ist Ihre First Lady …
Lugner: Meine Frau und ich treten gemeinsam an. Ich als Bundespräsident, sie als First Lady. Alle anderen Kandidaten verstecken ihre First Ladys, ich nicht.
ÖSTERREICH: Was wird Ihren Wahlkampf von den anderen unterscheiden?
Lugner: Die anderen Kandidaten betreiben ihren Wahlkampf mit Steuergeldern. Griss behauptet zwar, sie ist unabhängig, aber sie ist Richterin. Und Richter wird man in Österreich nur, wenn man eine Heimat in einer Partei hat. Sie kommt von den Schwarzen. Für mich dagegen gilt das Sprichwort „Wessen Geld ich bekomme, dessen Lied belle ich“ nicht.

Interview: Ch. Hirschmann



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