Kanzler-Ansage auf oe24.TV

Masken-Aus auch in Öffis & Supermärkten

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Kanzler Sebastian Kurz kündigte auf oe24.TV generelles Aus der Maskenpflicht an.
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Wien. Ab 1. Juli fällt die Maskenpflicht in der Gastro völlig, im Handel, Öffis und Museen wird auf den lockereren MNS umgestellt. Ab 22. Juli sollen nur noch im Supermarkt und Öffis Masken getragen werden.

Kurz-Ansage auf oe24.TV schlug ein wie eine Bombe

Völlige Freiheit: Doch dann kam die Ansage von Kurz auf oe24.TV: Anders als in Asien sei die Maske in Europa kein Teil der Kultur. „Die Maske soll kein Dauerzustand werden. Wenn möglich, dann werden wir auch dort reduzieren.“ Soll heißen. Die Masken könnten spätestens ab 22. Juli generell fallen. Dass Österreich da wie im Sommer 2020 erneut in die Corona-Falle tappe, ließ Kurz nicht gelten.

Handel jubelt, will aber Dauerlösung

Zustimmung: Bei Rainer Will vom Handelsverband rennt Kurz offene Türen ein. „Die Aufhebung der Maskenpflicht bringt rund 10 % Mehrumsatz für den Handel. Gerade die Sommermonate sind oft schlechtere Umsatzmonate, daher hilft jede nachhaltig vertretbare Lockung.“ Auch Mitarbeiter litten ja unter der Maskenpflicht.

Bis Herbst. „Nachhaltig“ – das ist für Will der Punkt. Es dürfe kein Masken-Hin-und-Her geben, der Wegfall der Pflicht müsse „mindestens bis zum Herbst gelten“.

Für das Gesundheitsministerium von Wolfgang Mückstein ist die Sache aber noch nicht gegessen. Es sei einfach zu früh, diese Entscheidung jetzt zu fällen, hieß es gestern.

Umfrage: Nur 10 Prozent für Maskenpflicht

Ein Drittel der Befragten will, dass die Maskenpflicht komplett wegfällt.

Wien. Die Menschen haben die Pandemie satt, das zeigt auch die aktuelle ÖSTERREICH-Umfrage zur Maskenpflicht (Research Affairs, 1.000 Interviews vom 15. bis 17. Juni, max. Schwankungsbreite 3,2 %.). Nur 10 % wollen die derzeit in (fast) allen Innenräumen geltende Maskenpflicht beibehalten. 32 %, also ein Drittel, sind dafür, dass sie überhaupt fällt. Weitere 21 % wollen sie keinesfalls im Freien. Immerhin 37 % halten noch das Tragen von Masken in den Öffis oder bei großen Menschenansammlungen für sinnvoll.

Stellungnahme von Kurz und Mückstein

Am späten Sonntagabend demonstrierten Kurz und Mückstein in einer gemeinsamen Stellungnahme gegenüber der APA hingegen Einigkeit. Mit 22. Juli würden weitere Lockerungen vorgenommen werden, wenn es die Situation erlaube, hielten die beiden fest. Lockerungen würden wie bisher schrittweise vorgenommen. "Das Tragen der Maske soll kein Dauerzustand werden. Wir werden Lockerungen bei der Maskenpflicht vornehmen, wenn es die gute Situation zulässt", so die beiden unisono. Derzeit liege die Inzidenz bei knapp über 10. "Wenn diese gute Entwicklung anhält und stabil bleibt, wollen wir auch bei der Maskenpflicht in Geschäften des täglichen Bedarfs und im Handel Lockerungen vornehmen." Man sei hier eng abgestimmt und werde die Entscheidung nach Bewertung der Lage gemeinsam bekanntgeben, betonten Kurz und Mückstein.

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