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Meinungen

Die 100 besten Köpfe gegen die Krisen

Das sagt ÖSTERREICH – ein Kommentar von oe24-Chefredakteur Niki Fellner.

Die letzten Wochen haben das ohnehin schon desaströse Bild, das die Österreicher von der Politik haben, noch einmal verschlechtert. Das zeigt sich einmal mehr in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage: Gleich ein Drittel der Wähler kann sich derzeit laut Rohdaten für keine der etablierten Parteien entscheiden. Bei der Kanzler-Frage sind es sogar 42 %, für die kein einziger der fünf Spitzenkandidaten das Zeug zum Kanzler hat.

Das Vertrauen in die Parteien ist auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt – und das betrifft nicht nur die Regierung, sondern genauso die Opposition.

Alle Parteien sollten sich dringend überlegen, wie sie aus diesem Stimmungs-Tief wieder rauskommen. Mit gegenseitigem Anpatzen wird es jedenfalls nicht funktionieren. Wenn 55 %der Österreicher pessimistisch in die Zukunft sehen, dann muss das ein Alarmzeichen sein.

Dabei bräuchte es gerade in den nächsten Monaten -so wie in der Anfangszeit von Corona - einen überparteilichen Schulterschluss, um die großen Krisen zu bewältigen: Teuerung, Energie, Asyl und Korruption. Die Regierung sollte ein Krisenkabinett aus den 100 besten Köpfen des Landes einberufen – Sozialpartner, Manager, Oppositionspolitiker, Wissenschaftler, Kulturschaffende.

Mit Parteien-Hickhack kommen wir nicht mehr weiter. Dafür ist die Lage zu ernst. Es braucht endlich Lösungen.