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»Nehammer hat die Chance auf Erneuerung«

Endlich! Karl Nehammer hat sich endlich dazu durch­gerungen und die nötigsten Veränderungen in der ÖVP-Regierungstruppe veranlasst. 

Sie waren sogar bitter nötig, wenn man sich die Umfragen anschaut, in denen Frau Köstinger und Frau Schramböck noch einmal ausgelotet haben, wie tief man in der politischen Beliebtheit eigentlich sinken kann.

Gut also, dass Nehammer jetzt neu durchstarten kann. Und die Auswahl der neuen Akteure, insbesondere des Landwirtschaftsministers, ist eine klare Ansage für mehr Kompetenz. Das schadet dem ÖVP-Regierungsteil nicht, denn bislang dominierten die Grünen trotz deutlich weniger Minister brutal, sowohl was Kompetenz als auch was Anstand betrifft.

Generell empfehle ich Karl Nehammer, sich jetzt kom­promissbereiter und fortschrittsoffener zu geben, will er nicht der unglückliche Übergangskanzler sein, bis die ÖVP jemanden holt, der wirklich etwas verändern möchte. Das Regierungsprogramm ist umfangreich, vieles blieb noch unbearbeitet. Viel zu lange warten die Österreicher schon auf Wandel.


Die soziale Ungleichheit wird größer, doch statt die teuerungsbedingt prallen Staatskassen für die Bürger zu öffnen, wird Geld gebunkert. Die Lebensmittelpreise explodieren und den Sozialmärkten mit rasant steigenden Kundenzahlen geht die Ware aus. Nicht mehr lange und der Unmut wird vielleicht ein anderes Gesicht zeigen, wie das international zu beobachten ist.


Doch die Hoffnung lebt. Ich bin ein unverbesserlicher Optimist und möchte noch nicht den Glauben verlieren, dass am Ende alles gut wird. Nehammer hat jetzt die Chance zu zeigen, dass er nicht der Kurz-Truppe angehört, dass er reifer und besser geeignet ist als der vermeintliche Wunderknabe, der am Ende alle enttäuschte.