NÖ-Wahl wird zum Politbeben

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NÖ-Wahl wird zum Politbeben

Das sagt ÖSTERREICH – ein Kommentar von Chefredakteur Niki Fellner zur Landtagswahl in Niederösterreich.

Die Niederösterreich-Wahl am Sonntag wird zur Zitter-Wahl. Allen voran für die ÖVP, der laut Umfragen ein Debakel droht. Die eigentlich beliebte „Landesmutti“ Mikl-Leitner – die Niederösterreich in den letzten Jahren mehr oder weniger fehlerfrei geführt hat – dürfte den kompletten Frust über Türkis-Grün abbekommen. Von ÖVP-Korruption bis hin zur Teuerung: Die NÖ-Wahl wird zur Abrechnung mit der Bundesregierung.

Mikl-Leitner muss in der letzten Woche das Wunder schaffen, die NÖ-Wahl von der Bundespolitik zu entkoppeln. Gelingt ihr dieser Befreiungsschlag nicht, wird die ÖVP am Sonntag unter 40 % stürzen. Und dann wackelt nicht nur das Landhaus in St. Pölten, sondern auch das Bundeskanzleramt in Wien gewaltig.

Aber auch für die SPÖ wird es unangenehm. Der rote NÖ-Spitzenkandidat Franz Schnabl hat in diese Wahlkampf so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Wenn die SPÖ am Sonntag wirklich – wie derzeit alle Umfragen prognostizieren – hinter die FPÖ zurückfällt, dann löst Unglückswurm Schnabl damit ein rotes Beben aus: Dann wird das Messerwetzen gegen Rendi-Wagner endgültig zur ­offenen Revolte.

Gut möglich, dass wir ab kommender Woche gleich zwei Obmann-Debatten haben – und eine FPÖ, die auf der blauen Welle Richtung Kanzleramt surft …